Sonntag, 31. Dezember 2023
Dienstag, 13. Juni 2023
4.7. Buchpräsentation Ilse Kilic & Fritz Widhalm "Du siehst ja immer noch ganz okay aus. Oder etwa nicht?"
Dienstag, 4. Juli 2023, 19 Uhr
Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
Du siehst ja immer noch ganz okay aus. Oder etwa nicht?
Präsentation des gleichnamigen Comic von Ilse Kilic und Fritz Widhalm mit Lesungen und Trickfilmen.
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(Zum Vergrößern auf Bild klicken) |
Die Bilder und Texte vom Älterwerden gehen von persönlichen Erfahrungen des Wahrnehmens und Wahrgenommenwerdens aus. Und, ja, Ilse Kilic und Fritz Widhalm sind Ü65 und, ja: "Wir sehen immer noch ganz okay aus", oder etwa nicht?
Einleitende Worte: melamar
Ilse Kilic & Fritz Widhalm "Du siehst ja immer noch ganz okay aus. Oder etwa nicht?", Graphic Novel, Preis: 12€, ISBN: 9783-3-902603-11-1
Bestellung: edition@farcevivendi.net
Ilse Kilic und Fritz Widhalm betreiben seit 1986 das Fröhliche Wohnzimmer, werken und publizieren allein, gemeinsam und mit anderen.
Beide sind Mitglieder der Grazer Autorinnen Autorenversammlung (GAV) und der Austria Filmmakers Coop.
Nähere Info: www.dfw.at
Samstag, 6. November 2021
Das war das farce vivendi OPEN MIC am 4.11.2021
Am 4.11.2021 fand - erstmals im Jahre 2021 und ebenso erstmals im Amerlinghaus - das farce vivendi OPEN MIC, die offene Bühne für Literatur, Performance und Musik statt.
Foto: Christian Schreibmüller |
MELAMAR, die Moderatorin der Veranstaltung eröffnete als "Eisbrecherin" mit bislang unveröffentlichten Gedichten sowie einem Prosatext namens "Wolfgang, Konrad und die Traumzeit in der Raumzeit", der in der Anthologie "Je schneller man sich bewegt, desto langsamer vergeht die Zeit" (Edition das Fröhliche Wohnzimmer) nachzulesen ist.
Die Reihenfolge der anderen Auftretenden wurde, wie beim farce vivendi OPEN MIC seit jeher üblich, ausgelost.
Foto: Christian Schreibmüller |
GEORG HARLEKIN las, unterstützt von einer Klangschale, aus seinen "Briefen an die Liebe". Darin heißt es unter anderem: "Ich wünsche mir eine verbesserte Wirklichkeit hier auf Erden".
Foto: Christian Schreibmüller |
WERNER KODYTEK brachte das Publikum mit seiner Kombination aus einer asiatisch instrumentierten Klangkulisse, freien Sprachimprovisationen und Soundpoetry sowie Obertongesang zum Staunen.
Foto: Christian Schreibmüller |
NIKOLAUS LUTTENFELDNER präsentierte Lyrik, welche die Idee des argentinischen Dichters Jorge Luis Borges aufgreift, dernach das Universum eine gigantische Bibliothek, voller geschriebener und ungeschriebener Bücher sei.
Foto: Christian Schreibmüller |
PAULUS trug einen Text über einen "Zungenmann" vor, der aus Zunge und Tentakel besteht, einen Text, der von Angst und Vertrauen spricht, aber auch eine Geschichte von Wandlung und Metamorphose anklingen lässt. |
Foto: Christian Schreibmüller |
Als letzte Teilnehmer*in vor der Pause trat MICHAELA HINTERLEITNER auf. Sie begann mit einem "lausigen Text", einem Gedicht, in dem eine Laus einen Badewannen-Tango aufführt, weiters präsentierte sie Schach-Gedichte in denen schon einmal die eine oder andere Schachfigur verspeist wird und schließlich trug sie "Die Common Sense" vor, einen Text, der als Lyrikheft in der Edition das Fröhliche Wohnzimmer erschienen ist.
Foto: Christian Schreibmüller |
Foto: melamar |
Zuerst trat Christian Schreibmüller, der Eigensinn in der Edition Klopfzeichen verlegt hatte, ans Mikrophon. Er las zuerst den Text "Vorwort/Credo", der die Würde des Autors angesichts manchmal unwürdiger Lebensumstände thematisiert, anschließend "Grind als Grundsatz", der chaotische Lebensumstände und Drogenkonsum schildert und darin gipfelt, dass der Protagonist sich vor dem illustren Hintergrund der von Friedensreich Hundertwasser gestalteten Müllverbrennungsanlage Spittelau einen Schuss setzt.
Foto: Christian Schreibmüller |
Im Anschluss daran performten melamar & jopa jotakin "The RAMALAMADINGDONG Experience", einen lyrischen Text, der zahlreiche musikalische Zitate enthält (von 50er-Jahre Rock n´ Roll über Pink Floyd und die Rocky Horror Picture Show bis hin zu den Talking Heads) und somit auch den Bogen zu Eigensinns Tätigkeiten als Herausgeber von Musik (ebensee recordings) und Veranstalter von Konzerten, spannt.
Foto: Christian Schreibmüller |
Nun ging es weiter mit dem regulären Programm. Als erster Autor der offenen Liste wurde JOPA JOTAKIN gezogen. Er hatte sich relativ kurzfristig enschlossen, mitzumachen, da er ursprünglich nur hinter den Kulissen mitarbeiten wollte (wofür ihm an dieser Stelle allerherzlichst gedankt sei), zum Glück lagen aber einige Anthologien auf dem Büchertisch, in denen er mit Texten vertreten ist. Unter anderem die farce vivendi Jubiläumsanthologie, aus der er einen Text las, in dem gewisse Textzitate von farce vivendi Moderator*innen faschiert, gecuttert und zerstoßen sowie anschließend mit Bitterhonig und Schäumchen verfeinert werden, so dass das Publikum tatsächlich eine raffinierte, himmlisch zubereitete Farce erleben durfte.
Foto: Christian Schreibmüller |
STEFAN PETER, seineszeichens Singer-Songwriter, präsentierte zwei Lieder, die er dem kürzlich verstorbenen Wolfgang E. Eigensinn widmete. Wolken, Erde, Menschen waren Leitmotive des ersten Liedes. Das zweite, "Herrgottsliab", gibt es, von einem früheren Auftritt her, hier zum Anhören: https://soundcloud.com/farcevivendi/stefan-peter-herrgottslieb-cafe-stadtbahn-2017-11-30
Foto: melamar |
CHRISTIAN SCHREIBMÜLLER -Rekordhalter, was die Teilnahmen am farce vivendi OPEN MIC betrifft, las ein Poem mit dem Titel "Das Dies contra das Das", darin heißt es unter anderem: "Sind Gesicht und Körperbau dir wirklich allen an einer Frau?" Wir danken auch herzlich fürs Fotografieren!
Foto: Christian Schreibmüller |
Als letzte Teilnehmerin trat ALELUCREZIA MITTERER auf. Sie präsentierte von feiner Ironie durchzogene Aphorismen, die sie "Gedankenschleifen" nennt. "Alle Menschen werden prüder" heißt es hier etwa, oder: "Die Hoffnung ist eine Kakerlake, denn die Hoffnung stirbt zuletzt."
Ein besseres Schlusswort fällt der Verfasserin dieser Zeilen an dieser Stelle nicht ein!
Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben und an alle, die hinter den Kulissen mitgewirkt haben, sowie an das Amerlinghaus, dafür, dass wir da sein durften! Es war eine gelungene Veranstaltung. Schön, dass sie auch unter diesen, momentan schwierigen Bedingungen stattfinden konnte.
von melamar
Mittwoch, 20. Oktober 2021
Wolfgang E. Eigensinn - Versuch eines Nachrufes
Der Wiener Underground ist um einen Protagonisten ärmer. Wolfgang E. Eigensinn, geboren 1964 im Salzkammergut und farce vivendi Open Mic Autor der ersten Stunde, schied am Sonntag, dem 17.10.2021, auf tragische Weise aus dem Leben.
2008 @farce vivendi Open Mic / Die Feile |
Eigensinn war nicht nur Schriftsteller (VIZAedit, Edition Klopfzeichen) er trat seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrtausends als Herausgeber von Musik (ebensee recordings), von Literatur (mensch & zeit) sowie als Veranstalter in Erscheinung. Außerdem gestaltete er die Sendungsreihe EigenZine - Kunst und Kultur abseits des Mainstreams bei Okto TV sowie eine Printversion des EigenZines, die er selbst vertrieb.
Eigensinns Fokus war auf die Ränder der Gesellschaft hin gerichtet, die Perspektive der Außenseiter war es, die ihn interessierte, das pulsierende Leben in subkulturellen Nischen. Dies spiegeln auch seine Texte wider, sie stecken voller Musik, sind auch Drogen nicht abgeneigt, schonungslos offen mitunter, sie erzählen von Liebe, von glücklicher, aber auch von Enttäuschung, von Abgründen, von Exzess, von einem Leben am Limit, von Grenzüberschreitung. Sie zeugen von einem Lebensgefühl, das sich vielleicht am besten mit dem Begriff "Intensität" beschreiben lässt.
Wolfgang E. Eigensinn scheute sich nicht davor, anzuecken. Das Schwimmen gegen den Strom war seine Art sich durch die Welt zu bewegen. Mit seiner mitunter etwas rauh und ruppig wirkenden Art sah er sich immer auf der Seite der Schwachen, Ausgebeuteten und Diskriminierten. Sein Enthusiasmus konnte anstecken. Sein Tod hinterläßt eine klaffende Wunde. Vor allem in den Herzen all jener, die ihm noch vieles gern gesagt hätten. Woiferl, du wirst fehlen!
von melamar
Freitag, 15. Oktober 2021
Do 4.11. farce vivendi OPEN MIC @Amerlinghaus
Do 4.11. / 19:30
Amerlinghaus (Galerie)
Stiftgasse 8
1070 Wien
Moderation: melamar
Das farce vivendi OPEN MIC - die offene Bühne für Literatur, Performance und Musik
findet seit 2007 an wechselnden Orten statt. Das Open Mic ist eine offene Bühne für Autor*innen, Liedermacher*innen, Performancekünstler*innen und andere, die Lust darauf haben, eigene Ideen umzusetzen.
So entsteht ein Programm, das niemand "gemacht" hat, eine Veranstaltungen, die für Überraschungen sorgt.
Im Unterschied zum Poetry Slam ist das Open Mic kein Wettbewerb. Dafür sind musikalische Beiträge willkommen sowie Kostüme und Requisiten erlaubt.
ARTIST INFO:
5 min fuer deinen text / deinen song / deine performance
alle sprachen und stile willkommen!
5 min for your text / song / performance
all styles and languages welcome!
5 minutos para tu texto / canción / performance
todos los estilos e idiomas bienvenidos!
Wir freuen uns über Publikum ebenso wie über auftrittswillige Autor*innen, Liedermacher*innen, etc.
poesie das bist du!
poezia eşti tu!
POETRY THAT´S YOU!
poesia eres tú!
诗歌,就是你!
Thơ ca là bạn!
poezja to jesteś ty!
Eintritt: Frei(e Spende)
Anmeldung: kontakt@farcevivendi.net
Es gelten die aktuellen Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.
Sonntag, 10. Oktober 2021
Donnerstag, 10. September 2020
Neulich am Donau-Canal Grande
Tja, farce vivendi kam in einem heuer etwas untypisch verlaufenden
Jahr doch noch zu Open-Air-Ehren. Und das sogar am schönen, blauen Donaukanal - da kommt ja fast Walzerlust auf :-)
Aber es wurde nicht getanzt, sondern gelesen - es lasen geladene Autor*innen, die in der Vergangenheit häufig an unserem Open Mic teilnahmen.
Die Moderation erfolgte durch MELAMAR & ANDI PIANKA.
Die Reihenfolge ging diesmal nicht nach dem Los, sondern alphabetisch nach den Vornamen.
ANDI PIANKA las Corona-Dialoge und einige Gedichte.
CHRISTIAN SCHREIBMÜLLER beschäftigte sich mit Trennungen und Eltern.
GEORG HARLEKIN schrieb Briefe an die Liebe und den Frieden.
JOPA JOTAKIN sah im Sommerloch die gelbe Sonne.
MELAMAR switchte zwischen Kürzestgedichten und Sprichwörtern.
MICHAELA HINTERLEITNER commonsensierte und rattierte.
NIKI-TA schimpfte schließlich gesellschaftskritisch mit ihrem Laptop.
Ein weiterer geplanter Autor hatte leider kurzfristig abgesagt.
Es war sehr schön, es hat uns überaus gefreut.
Dank dem Werk für diese Auftrittsmöglichkeit!
Zum Vergrößern auf die Bilder klicken!
(Fotos: Christian Schreibmüller & melamar)
Mehr Fotos gibt es hier: https://www.facebook.com/media/set?vanity=melamar&set=a.10222917254656292