Montag, 4. Juni 2018
Donnerstag, 24. Mai 2018
Next Stop Rathaus filozófos: Echofarn meets Moosküken
Am 24.Mai fand das FARCE VIVENDI
OPEN MIC zum insgesamt 62. Mal und zum nunmehr zweiten Mal an
seinem neuen Veranstaltungsort, dem Cafe Benno, statt. War der
Besucherandrang beim vorigen Mal noch eher unterdurchschnittlich
gewesen, so fanden diesmal (zumindest bis zur Pause) einige Leute
nicht einmal mehr einen freien Sitzplatz vor. Scheint, als ob sich
unsere neue Location mittlerweile herumgesprochen hätte :-) Wir
hatten diesmal übrigens nicht nur im Publikum, sondern auch unter
den Auftretenden einen recht hohen Anteil an
fv-Open-Mic-DebütantInnen (45,4545454545%, um so halbwegs genau zu
sein). Moderiert wurde der Abend wieder einmal von MELAMAR und
ANDI PIANKA.
Letzterer durfte (nach dem üblichen
Münzwurf) sogleich als Eisbrecher #1 drankommen. ANDI PIANKAs
Text handelte v.a. von Wiener Straßennamen, die er in Verbindung mit
lebenden PolitikerInnen gleichen Namens brachte. Und schlug vor, die
Weinmanngasse im 22.Bezirk als Hommage an den am gleichen Tag
abgetretenen Wiener Bürgermeister zur "Spritzweinmanngasse"
umzubenennen.
Danach ging es sogleich in medias res.
Zum ersten Mal mit dabei war PHIPPS, der in seinem
kabarettistisch gehaltenen Beitrag eine Geschichte aus seinem alten
Tagebuch erzählte. Bei der Befundbesprechung mit seiner Internistin
habe diese gemeint, er wäre ein aus medizinischer(!) Sicht "heißer
Typ".
Bei FELICIAN U. NOWOTNEY,
ebenfalls erstmalig bei uns auftretend, wurde es dann lyrisch. In
sieben Texten - hauptsächlich Gedichte, davon ein englischsprachiges
- ging es viel um die Liebe in all ihren Facetten, nebenbei auch noch
um die Grenzen der Welt, ein Gestöhne mit Hugo-Boss-Bezug u.v.a.m.
THOMAS HINTERHOFER, schon öfters
beim fv Open Mic aufgetreten, führte uns in seinem "fröhlichen"
Text in die Wiener U-Bahn, in der erst ein Baby zu schreien beginnt,
danach er selbst und schließlich alle anderen, während der Fahrer
zweisprachig meint: "Next Stop: Rathaus" und "Go away
now!"
PUSZTA COWBOY, wie sich Angyal
Gyula nun auf heimischen Bühnen nennt, wurde philosophisch und
forderte vom Publikum den Refrain "filozófos" ein (eine
Anspielung auf das ungarische Wort "filozófus"). Der Text
selber handelte u.a. von "philosophischem Bullshit",
Diogenes, Alfa Romeo und Douglas Adams.
ANJA kam für ihren allerersten
Auftritt überhaupt auf einer Bühne extra aus Graz(!) angereist.
Welch große Ehre für uns! In ihrem Text sitzt sie mit Sonnenbrille
und offenem Haar am Wörthersee. Es geht um Gedanken über die Liebe.
Denn erst hat sie Ja gesagt, aber dann folgen Streit & Co.
GERHARD, das sechste Mal bei
unserem Open Mic dabei (und ebenfalls von außerhalb Wiens
angereist), entschied sich aus diesem Anlass - passend zur Zahl -
sich ebenfalls mit der Liebe zu befassen. Seine vier Gedichte in
denen u.a. eine Gewitterwanderung und ein rothaariges Mädchen
vorkamen, waren teils froh, teils traurig gestimmt.
MARLIES THUSWALD, keine
Unbekannte auf unseren Bühnen, hat ein neues Buch: Es heißt
"Echofarn" und enthält neben Text auch Bilder und eine CD.
Aus diesem las sie auch. Tote Blätter raschelten voraus, es ging
viel um Natur und ein Kind, das mit ihr interagiert. Und "Ich
bin das Echo der Stadt."
Hernach ward Pause.
Als Eisbrecherin #2 war MELAMAR zu hören, die drei Auszüge aus einem noch unfertigen Text, welcher eventuellerweise ein Roman (mit dem Arbeitstitel
"Kryptogen oder Malika und die heilige Krankheit") werden könnte. Ein wesentliches Thema darin war Epilepsie, die manche Menschen als Teufelsbesessenheit betrachte(te)n, andere wiederum als Schamanentum. Und Medikamente, welche den Geist lähmen.
KLAUS SINOWATZ war der vierte fv-Open-Mic-Debütant des Abends. Sein literarisches Schaffen ist vor allem in der experimentellen Lyrik daheim. So las er ca. ein Dutzend kurzer Gedichte, die sich thematisch u.a. um Schillers faule Äpfel, eine Apothekerin, einen fetten Salamander oder eine übermorgige Ventilation drehten.
STEFAN PETER ist ein bereits langjähriger Stammgast bei uns. Im einzigen Musikbeitrag des Abends erinnerte er in seinem ersten Lied an Mike Hofer (bei uns mehrmals aufgetreten), der letztes Jahr verstorben ist. Es folgte ein vertontes Gedicht für eine Frau und endete mit dem Cover eines weltberühmtem Songs ("We shall overcome").
GEORG HARLEKIN ist ebenfalls ein jahrelanger Wegbegleiter des fv Open Mic. Bald kommt sein zweites Buch heraus. Sechs neue Texte waren von ihm (trotz etwas angeschlagener Gesundheit) zu hören, die mit "obskur" anfingen und u.a. einen Anruf der Demokratie, eine These oder auch abschließend ein "Time will tell" beinhalteten.
Last, but not least die letzte
Debütantin unserer Veranstaltungsreihe, nämlich MOOSKÜKEN.
Ein solches zog sie sogleich aus ihrer Hose und erzählte, auf einem
mitgebrachten Sessel sitzend, eine tragische Liebesgeschichte, in der
u.a. rote Zehennägelknospen vorkamen und der Nagellack
Nektargeschmack hatte.
Dieses war also der 62. Streich, doch
der nächste folgt sogleich (nämlich in der Tat sogleich). Es wird
eine Art "Special" sein. Wer erraten möchte, womit diese
Special Edition zu tun haben könnte (Auflösung folgt in den
nächsten paar Tagen), dem/der sei als kleiner Tipp folgendes Gedicht
des Autors dieser Zeilen aus dem Jahre 2013 zur Rätsellösung
vielleicht hilfreich ;-)
SÜDLICH DES
COSTA-RICA-KANALS
„Der
wegen der Enthüllung von Geheimdienstaktivitäten von der US-Justiz
gesuchte Computerexperte Snowden (30) will politisches Asyl in
Ecuador. Sein Antrag werde aber noch geprüft, hieß es in Caracas.“
(aus dem orf-teletext, 24.6.2013)
wenn du
in ecuador
nach caracas suchst
in bolivien
nach montevideo
oder nach lima
in paraguay
so wirst du
auch in brasilien
buenos aires
ganz gewiss
nicht finden
selbst dann nicht
wenn der karneval
von bogota
mal ausnahmsweise
nicht in chile
stattfindet
Alle Fotos von Georg Harlekin
Donnerstag, 26. April 2018
Der Bürgermeister geht, farce vivendi bleibt!
Liebe farce-vivendi-Interessierte!
Auch wenn der 24.Mai nach beinahe einem Vierteljahrhundert der letzte
Amtstag des derzeit amtierenden Wiener Rathaus-Häupling sein wird, so handelt es sich beim Termin des nächsten fv open mic nicht um eine absichtliche Kausalität, sondern um eine reine Zufälligkeit auf der Zeitachse. Jedoch kann beiden Ereignissen mensch sehr wohl vorher- oder nachsagen, jeweils weltbewegende Momente in der Wiener Stadtgeschichte miterlebt zu haben. Insofern hoffen wir auf möglichst viele Menschen, die mit uns die Sternstunden unserer Auftretenden live vor Ort miterleben möchten. So tretet ein:
FARCE VIVENDI OPEN MIC #62
Do, 24.5.2018, 20:00
Cafe Benno (Keller)
8., Alser Straße 67
Eintritt: frei(willig)e Spende
Moderation: melamar & Andi Pianka
Auch wenn der 24.Mai nach beinahe einem Vierteljahrhundert der letzte Amtstag des derzeit amtierenden Wiener Rathaus-Häupling sein wird, so handelt es sich beim Termin des nächsten fv open mic nicht um eine absichtliche Kausalität, sondern um eine reine Zufälligkeit auf der Zeitachse. Jedoch kann beiden Ereignissen mensch sehr wohl vorher- oder nachsagen, jeweils weltbewegende Momente in der Wiener Stadtgeschichte miterlebt zu haben. Insofern hoffen wir auf möglichst viele Menschen, die mit uns die Sternstunden unserer Auftretenden live vor Ort miterleben möchten. So tretet ein:
FARCE VIVENDI OPEN MIC #62
Do, 24.5.2018, 20:00
Cafe Benno (Keller)
8., Alser Straße 67
Eintritt: frei(willig)e Spende
5 min fuer deinen text / deinen song / deine performance
alle sprachen und stile willkommen!
1 freigetränk
Moderation: melamar & Andi Pianka
Donnerstag, 15. Februar 2018
Romanes eunt domus? Romani ite domum!
![]() | |
| Foto: Georg Harlekin |
Location, nämlich dem Veranstaltungskeller des Cafe Benno, ein. Wie gewohnt, führten
![]() | |
| Foto: Georg Harlekin |
RÉKA TÁRKÁNY SZÜCS fing mit einem persönlichen Text über ständig unzuständige Zustände an, bei denen sie die dafür angebotene Lösung kritisch hinterfragt. Ein zweiter Text handelte von 5 Karten spielenden Menschen, von denen einer die Menschen erschaffen hat. Auf einen Inferno-Text ("so negativ, dass es schon irgendwie...") folgten einige ihrer Mami-Dialoge, ein paar makabre Sätze und schließlich "Schmetterlinge auf dem Dachboden".
Während die vorige Auftretende bereits
2007 beim fv Open Mic aufgetreten war, stand TERESA an
diesem Abend das allererste Mal in ihrem Leben auf einer Bühne. Sie brachte einen englischsprachigen Text, der eine Rede/Anklage an die Mutter enthielt, die deren Mangel an Liebe und daraus resultierende Folgen thematisierte. "My voice is fleeting anyway" und "I'm so tired" hieß es darin unter anderem.
diesem Abend das allererste Mal in ihrem Leben auf einer Bühne. Sie brachte einen englischsprachigen Text, der eine Rede/Anklage an die Mutter enthielt, die deren Mangel an Liebe und daraus resultierende Folgen thematisierte. "My voice is fleeting anyway" und "I'm so tired" hieß es darin unter anderem.
| Foto: melamar |
NADIA BAHA stellte zu Beginn ihres Auftritts fest, aus "Einer für alle" sei "Alles für eine(n)" geworden. Es ging in ihren politisch/kritischen Kurztexten u.a. um den Strick durch die Rechnung. "Unter den Zahntechnikern ist der Speichelsauger König" und "Heute Germania, morgen Generika" - so würde es heute laufen. Auf das Thema "Worship" folgte als letztes ein Hänschen-/Hans-Text: Fast fassion, speed kills.
| Foto: melamar |
CHRISTIAN "SCHREIBI" SCHREIBMÜLLER, häufigster fv-Open-Mic-Teilnehmer bislang (und auch bereits des allerersten), brachte einen Dialekt-Text zum Besten, der im Bierwirtshaus spielte und so manche Begriffe wie "Schiebedach", "Reißerta", "Friedhofsjodler" oder "Schnullerbeißer" dem p.t. Publikum erst erklärt werden mussten. Danach ging es noch um eine "oame klane Gstörte", ehe die Pause anbrach.
| Foto: melamar |
Nach jener wurde dann ANDI PIANKA zum Eisbrecher #2. In seinem Beitrag hatten Kanzler und Vize, also Basti und Bumsti, ihren ersten Streit. Während ersterer mehr auf Austrofaschiertes mit vaterländichem Dollfuß als Beilage und einen ständestaatlichen Heimwehrsalat steht, liebt zweiterer eher die deutschen Flüsse und den Kuchen, zu dem Gauland gerufen hat. Und der sonnige Süden ist für ihn "unsere" Krim.
GEORG HARLEKIN, wie so oft mit Klangschale (als Auftretender auf der Bühne) bzw.
Photoapparat (unten als Publikum) ausgestattet, meinte, der Mensch trage den Urknall in sich. In seinen Kurztexten drehte es sich um's bewusste all-ein ("In der Stille bin ich Dein"), die Kummernummer, die Seele, die Demut (und den Specht, der lacht), um Schiffbrüchige & die Wurzel des Übels sowie um den Wind.
![]() |
| Foto: Georg Harlekin |
Zeitungsschlagzeile "Die Wahrheit hinter Trumps Frisur" hätte ihn zu einem Lied inspiriert. In diesem Lied kamen u.a. Vergleiche mit anderen US-Präsidenten, frisierte Bilanzen und die Aufforderung "Kämme dein alternatives Haar!" vor.
![]() |
| Foto: Georg Harlekin |
So wie die beiden vorigen Auftretenden, ist auch THOMAS MAYER seit einigen Jahren fv-Open-Mic-Stammgast. Nachdem er vom Nicht-Nachrichten-Seher zum Hardcore-Nachrichten-Seher wurde, fragte er sich in seinem Text "Nachrichten ohne Nachrichten", wie die Nachrichten an einem Tag, an dem nichts Erwähnenswertes passierte, ausschauen würden. Da müsse man eine Katastrophe, ein Verbrechen oder einen Skandal erfinden.
| Foto: melamar |
Als die Moderation bereits das Ende der Veranstaltung gekommen sah, betrat noch WOLFGANG GLECHNER den Raum (dessen Verspätung mit einer sehr erfreulichen familiären Angelegenheit begründet war). Also durfte er noch auf die Bühne und las seinen humorvollen Text "Morbus Schwanensee", in welchem ein Mann zum Tierarzt kommt und sich eine Behandlung nicht für ein Tier, sondern für seine eigene Hämoarthrose wünscht.
![]() |
| Foto: Georg Harlekin |
(Zum Vergrößern auf die Bilder klicken. )
Dienstag, 23. Januar 2018
Liebe Freundinnen und Freunde der angewandten Wortkunst,
es uns eine Freude, zu berichten, dass
das farce vivendi OPEN MIC - Die offene Bühne für Literatur, Performance und Musik
dieses Jahr wieder aufleben wird. Geplant sind vier Veranstaltungen. Die erste davon findet
am Donnerstag, dem 15.2. 2018, ab 20:00h im Cafe Benno,
Alser Straße 67, 1080 Wien statt.
Moderation: melamar & Andi Pianka
Eintritt: Frei(e Spende)
Wir freuen uns über Publikum ebenso wie über auftrittswillige Künstler/innen!
melamar & Andi Pianka
Sonntag, 7. Januar 2018
"Aus dem bunten Spiel der Zeiten wird uns letzte Weisheit kund..." *) - Die vier Jahreszeilen #4
Am 21. Dezember (und somit pünktlich
zu Winterbeginn) schlossen wir im Heinrich in der Thaliastraße
unsere heurige Veranstaltungsreihe "Die vier Jahreszeilen"
ab. Wie auch schon bei den anderen drei Veranstaltungen, so gab es
auch diesmal wieder vier Lesende und einen Musik-Act, die da wären:
![]() |
| Foto: Georg Harlekin |
MARLIES THUSWALD las 9 kurze Texte - darunter vier aus ihrem Lyrikband "Silberstreifen" (edition innsalz, 2015) - von denen einige weihnachtlich inspiriert waren. Bei einem Mitmachtext durfte sich auch das Publikum einbringen.
![]() |
| Foto: Georg Harlekin |
GEORG HARLEKIN (mit Klangschale ausgestattet) brachte ähnlich viele - nachdenkliche - Texte (darunter einen aus seinem ebenfalls 2015 erschienenen Poesieband "Briefe an die Liebe", dessen Fortsetzung demnächst veröffentlicht wird).
![]() |
| Foto: Réka Tárkány Szücs |
RÉKA TÁRKÁNY SZÜCS (bzw. eigentlich umgekehrt herum) fing mit einem aktuellen Text zu
einem prominenten jungen Politiker an und ließ dem in ihren weiteren Texten verhaltenstherapeutisches sowie einige persönliche Gedichte folgen.
![]() |
| Foto: Georg Harlekin |
ANDREAS PLAMMER las zwei neue Texte ("b'soffene G'schicht'n"), die stilistisch an seinen Kriminalroman "Fauler Zauber" (Milena, 2011) erinnerten. Der erste handelte von einem russischen Roulette, der zweite vo der Bemalung eines Hydranten.
![]() |
| Foto: Georg Harlekin |
Für den musikalischen Teil des Abends sorgte JONOPONO mitsamt Stimme und Gitarre sowie
sieben Liedern (darunter eine Zugabe), die teils persönlich, teils systemkritisch, teils auch eine Verschmelzung beider Thematiken waren.
![]() |
| Foto: Georg Harlekin |
Es moderierten wieder einmal MELAMAR und ANDI PIANKA (wobei dem Autor dieser Zeilen erst beim Schreiben dieser Zeilen auffiel, dass es sich um die 50. gemeinsam von den beiden moderierte Veranstaltung gehandelt hat).
Damit sind die 4 Jahreszeilen an ihrem Ende angelangt. Wir hatten bei vier Veranstaltungen 16 Lesende (8 Frauen, 8 Männer), 4 Musik-Acts (2 Männer, 2 Frauen, davon einmal mit männlicher Gitarrenbegleitung) und auch die Moderation war überaus paritätisch, was die Geschlechterverteilung betrifft. Aufgetreten sind KünstlerInnen aus sechs verschiedenen Geburtsjahrzehnten, also auch altersmäßig eine sehr breite Streuung.
Wir waren in vier verschiedenen
Locations (Cafe Benno, Das Werk, Cafe Stadtbahn, Heinrich) in vier
verschiedenen Bezirken (Josefstadt, Alsergrund, Währing, Ottakring),
bei denen wir uns sehr herzlich bedanken - wie ebenso bei der Stadt
Wien (MA 7) für ihre Förderung der Veranstaltungsreihe.
Im Übrigen sind von den letzten beiden Veranstaltungen ein paar Live-Mitschnitte online nachzuhören: https://soundcloud.com/farcevivendi/sets/zweitausendundsiebzehn-lesungen-mit-musik
Und ja, zu guter letzt noch die
feierliche Ankündigung: Es wird demnächst wieder ein farce vivendi
open mic geben, nämlich am 15.02.2018 im Cafe Benno. Näheres folgt
bald...
Wie versprochen, hat es dieser
Nachbericht geschafft, noch anno 2017 das Licht der Welt zu erblicken
(zwar nicht mehr gemäß gregorianischem Kalender, sehr wohl aber
noch gemäß dem julianischen, welcher ja bekanntlich viel älter und
weiser ist ;-))
*) aus "Wintersaat" von Clara Müller-Jahnke
"So nimmt und gibt mit vollen Händen / Der Herbst, ein Dieb und eine Fee" *) - Die 4 Jahreszeilen #3
Am 30. November fand im Cafe Stadtbahn
in Gersthof/Währing/Wien die Herbstveranstaltung unserer heurigen
Reihe "Die 4 Jahreszeilen" statt. Leider hatte nur Petrus
in seinem Kalender die Herbst- und Winterveranstaltung verwechselt und
ließ es just zu unserer Herbstveranstaltung schneien (zum Glück
"nur" draußen und nicht im Stadtbahn drinnen).
Es lasen:
CHRISTIAN SCHREIBMÜLLER, der
mit einer Selbstvorstellung ("Jo, der Schreibi...") begann,
gefolgt von einem Text über Schreibhemmungen und vier Gedichten, die
teils hochdeutsch, teils im Dialekt verfasst waren.
DANIELLE BOUTEILLE füllte seine
Viertelstunde mit einer Erzählung bzw. Kurzgeschichte, die sich im
Rap-Milieu abspielte. Ein Fan möchte die Platte eines berühmten
Rappers stehlen - es kommt u.a. zum Einsatz einer Jungdetektivin und
der Polizei.
MARTIN BACHLER veranstaltete
eine demokratische Lotterie, indem er das Publikum bat, per
Nummernnennung von 1 bis 172 die gewünschten Gedichte auszuwählen,
von denen er dann insgesamt 15 vortrug.
NIKI-TA stellte nach einem Text
aus der Zeitschrift "& Radieschen" (deren
Redaktionsmitglied sie ist) das Projekt "saiL" vor - ein
pädagogisches Konzept des natürlichen Lernens. Ergänzt um
autobiographische Schilderungen...
Es musizierte:
Zwischen den literarischen Beiträgen sang und spielte STEFAN PETER auf seiner Gitarre einige seiner
eigenen Lieder (plus ein Beatles-Cover), die von ernst und
nachdenklich ("Wo du hin du willst", "Herrgottsliab")
bis witzig ("Das Bad ist besetzt") reichten.
Es moderierten:
Wie gewohnt führten MELAMAR und
ANDI PIANKA durch den Abend.
* aus: "Herbstlied" von Luise Büchner
Abonnieren
Posts (Atom)
















