Donnerstag, 22. Juni 2017

Di 27.6. WORTE WIE PFEILE mit Yasmin Hafedh und Christine Huber


 

Yasmin Hafedh a.k.a. Yasmo,

geboren 1990 in Wien, ist eine österreichische Bühnenpoetin, Autorin und Rapperin. Sie studiert Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien.
Yasmin Hafedh schreibt seitdem sie Denken kann. Seit 2007 ist sie Kolumnistin bei der Literaturzeitschrift „& Radieschen“, 2013 war sie mit „Bonustrack“ Kolumnistin bei der feministischen Zeitschrift „an.schläge“. Weiters veröffentlicht sie in Literaturanthologien und -zeitschriften.
Hafedh ist erfolgreiche Slam-Poetin, Spoken-Word-Künstlerin und Rapperin und als solche bereits auf zahlreichen internationalen Bühnen aufgetreten, hat an Poetry Slams teilgenommen, Schreibworkshops an Universitäten und Deutsch-Instituten geleitet und Soloshows gespielt.
Sie hat in Düsseldorf 2009 als erste Österreicherin bei der deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaft den Meistertitel in der Kategorie U20 geholt, 2013 als erste Frau den Titel der österreichischen Meisterin erlangt.




Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack:






Christine Huber 
geb. 1963 in Wien, lebt in seit 35 Jahren in der Josefstadt. Publikationen (zuletzt, Auswahl): "über maß und schnellen“ (mit Lithografien), Das fröhliche Wohnzimmer-Edition, Wien 2006; "Durchwachte Nacht. Gedankenstrich" (gem. mit Magdalena Knapp-Menzel), Edition Art Science, St. Wolfgang 2010; "alles auf los" (Lyrikheft Nr.5; mit Zeichnungen von Ilse Kilic und Fritz Widhalm), Das fröhliche Wohnzimmer-Edition, Wien 2013; "sand im gegenschuss". Gedichte, Edition Art Science, St. Wolfgang 2015 . Außerdem: Visuelle Poesie, Libretti, Arbeiten zur Musik (u.a. mit bzw. für Wolfgang Suppan, Beat Furrer), Hörstücke (gem. mit Ilse Kilic bzw. mit Alexander Stankovski).

Sonntag, 18. Juni 2017

Die Erde ist wie ein Kind, das Gedichte weiß; viele, o viele.... *)



Vier (stilistisch ganz unterschiedliche) AutorInnen und ein Musiker bestritten gestern im Keller des Cafe Benno den ersten unserer heurigen vier Jahreszeilen-Abende:

Wir hörten Gedichte von MARTIN AUER.
Wir hörten einen Auszug aus ihrer Erzählung „was gespielt wird“ von MARLENE HACHMEISTER.
Wir hörten performativ-dadaistische Texte von THOMAS HAVLIK.
Wir hörten Spoken Word von ANA-MARIA KUNZ.
Und wir hörten als musikalische Untermalung Lieder von wALTEREGOn (solo).


Wer diese unsere Frühlingsveranstaltung verpasst hat: Die Sommerveranstaltung „Die vier Jahreszeilen #2“ folgt am Di, 11.Juli open air am Donaukanal vorm Werk (9., Spittelauer Lände 12) bzw. bei Schlechtwetter drinnen.

Und auch aus der Reihe „Worte wie Pfeile“ erwartet euch noch im Juni.......tja, Details folgen dann im nächsten Eintrag auf unserem Blog ;-) 


 *) aus: "Frühling ist wiedergekommen" von Rainer Maria Rilke

Samstag, 10. Juni 2017

Sa 17.6. @Cafe Benno DIE VIER JAHRESZEILEN #1



DIE LESENDEN:


Martin Auer 

Martin Auer wurde 1951 in Wien geboren. Er hat die Universität besucht und dort ein Jahr lang das Studium von Germanistik und Geschichte und dann ein weiteres Jahr das Dolmetsch-Studium geschwänzt. Stattdessen hat er Theater gespielt. War sieben Jahre lang Schauspieler, Dramaturg und Musiker am „Theater im Künstlerhaus“. Hat dann eine Band gegründet. Ist als Liedermacher aufgetreten. Hat Gitarreunterricht gegeben. Die Weltrevolution vorbereitet (gratis). Als Texter für Werbung und Public Relations Übertriebenes, Unwahres und Einseitiges verbreitet (für Geld). Für Zeitungen gearbeitet. Sich zum Zauberkünstler ausgebildet. Ist bei Betriebsfesten und Kindergeburtstagen aufgetreten. Hat irgendwann einmal auch ein Kinderbuch geschrieben. Das 1986 veröffentlicht wurde.

Seither betrachtet er sich als Schriftsteller und hat aus diesem Grund noch über vierzig weitere Bücher geschrieben, davon ca. zwei Drittel für Kinder. Auch einige Preise eingeheimst, z.B. den Kinderbuchpreis des Kultusministers von Nordrhein-Westfalen 1990, den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 1994, 1998 und 2000, den Förderpreis des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr (das damals auch für Wissenschaft und Kunst zuständig war) 1996 und den Jugendbuchpreis der Stadt Wien 1997 und 2002. Er wurde nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 1997, und für den internationalen Hans-Christian Andersen-Preis 1997. 2005 wurde ihm für Verdienste um die Republik Österreich der Berufstitel Professor verliehen, was er ehrend, aber auch irgendwie lustig findet.
Martin Auer ist Vater einer erwachsenen Tochter, Großvater von zwei etwas jüngeren Enkeln und Vater einer kleinen Tochter. Er lebt nicht im Waldviertel und hat keine indischen Laufenten.

Marlene Hachmeister

geboren am zweiundzwanzigsten elften neunzehnhundertdreiundachtzig in wien
studium der bildhauerei an der wiener kunstschule bis zweitausendzwölf
studium der sprachwissenschaft an der universität wien seit zweitausendfünfzehn
gründung organisation und teilnahme bei und von „dielesebühne" im jänner zweitausendfünfzehn - einer plattform zur verbindung von literatur musik und neuen medien
lebt und arbeitet in wien

Buchveröffentlichung: „Was gespielt wird“, Erzählung, Bibliothek der Provinz.

„was hier fehlt ist die richtige frage und ich habe viele fragen mir fehlt meine wand aber stattdessen liegt meine hand auf meinem fuss weil hier nichts hand und fuss hat und ich so wenigstens etwas halten kann wenn es schon nichts zum anhalten gibt.“


http://www.bibliothekderprovinz.at/buch/7190/

Thomas Havlik


geb. 1978 in Scheibbs, NÖ.
Mitglied der „GAV – Grazer AutorInnen Versammlung“.
Zahlreiche Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien sowie im Rundfunk.
Initiator/Organisator und Jurymitglied von 2001-2013 des von der „Litges. St. Pölten“ durchgeführten „Litarena-Literaturpreis für Autor/innen bis 27″.
Redakteur der von der Litges. St. Pölten herausgegebenen Literaturzeitschrift „etcetera“.
Moderator der ersten Ausgaben von 2003-2011 des Litarena-Lounge Poetry Slams.
Schriftsteller, Soundpoet, Performance und Radioarbeiten, akustik-poetry Konzerte.
On stage he’s combining voice live-processings with prepared micropieces of letters, alphabetic strings, phonems and textsnippets.
Employment with the Dadaists, Surrealists, Futurists. Confrontation with the Vienna Group and its view of language as a material.
Seit 2013 Mitbegründer und co-editor des Soundpoetry online Magazins Huellkurven, dedicated to sound poetry, poésie sonore, lautpoesie, noise poetry, sound-text composition, auditive poesie, audio poetry etc.
Anthologiebeiträge zuletzt u.a.:
6 ins Polnische übersetzte Gedichte in:
Anthologie österreichischer Gegenwartslyrik in polnischer Übersetzung:
„pod język wkładam ci słowo“ (dt. Titel: ich lege ein wort unter deine zunge),
Hrsg. von Ryszard Wojnakowski.
Soundpoetry Stücke „Syllables Shooter“ und „Article me“ auf: DOC(K)S 2014


Ana-Maria Kunz


Geboren in Kolumbien 🇨🇴
Kindertage in Südafrika 🇿🇦
Momentanes Zuhause in Österreich 🇦🇹
Nationalität und Familie deutsch 🇩🇪

Heimat 🌍 überall und nirgendwo 🌍







MUSIKALISCHE UNTERMALUNG:


wALTEREGOn (Solo)


Songschreiber und Gitarrist Kurt T. interessiert sich besonders für die versteckten Sehnsüchte und Wünsche, die hinter einer bürgerlichen Fassade stecken. Und daher kommt auch der Name: In jedem Walter-Egon (nicht unbedingt der hipste aller Vornamen ;-) steckt auch ein Alter-Ego, das rauskommen will! Diese Idee spiegelt sich auch in den Texten wider, die öfter von den kleinen Unglücken handeln, die so passieren, wenn irgendeine Art von Coming-out stattfindet – oft mit einer Prise Schelmenhaftigkeit, denn sich selbst zu ernst zu nehmen, ist einer der größten Fehler.



DURCH DIE VERANSTALTUNG FÜHREN:

 

melamar & Andi Pianka 







































Mit freundlicher Unterstützung von WienKultur

Dienstag, 18. April 2017

Do 27.4. WORTE WIE PFEILE mit Karoline Cvancara und Ludwig Smodilla




KAROLINE CVANCARA, geboren 1974 in Wien, Studium der Publizistik, Musikwissenschaften und Psychologie, lebt und arbeitet in der Wiener Josefstadt. War zehn Jahre tätig als Musikjournalistin. 1993 Gründung der Jazz-Zeitschrift “Jazz & More”. Seit 2002 literarische Veröffentlichungen in den Zeitschriften „Dum“, „Wienzeile“ und „&Radieschen“. Mitglied der Grazer Autorinnen Autoren Versammlung. 
2006 erschien ihr erster Roman „Schlaflos“ (VIZA edit.)
Am Tiefpunkt genial“, Roman, Verlag Wortreich, 2015

ÜBER DAS BUCH:

Am Tiefpunkt genial“ erzählt über das Scheitern und mögliche Neuanfänge, über die Loslösung aus alten Mustern und vermeintlichen Sicherheiten und darüber, wie befreiend es ist, zu sich selber stehen zu können.


Paul, Anfang dreißig, Buchhändler aus Leidenschaft, notorischer Leser und begeisterter Jazzfreak, ist soweit zufrieden mit sich und seinem Leben, bis Freundin Stefanie sich ohne jede Vorwarnung wegen eines anderen von heute auf morgen von ihm trennt. Obendrein ist der andere einer aus Pauls Freundeskreis … Wenig später verkündet sein Chef, dass er die Buchhandlung aufgrund mangelnden Umsatzes zusperren muss. Nun gerät Pauls Welt endgültig ins Wanken, er verliert immer mehr den Boden unter seinen Füßen und stürzt in eine existenzielle Krise. Mit viel Wein, Zigaretten und Musik verkriecht er sich in seine vier Wände und droht im Selbstmitleid zu ertrinken, bis es ihm nach und nach gelingt, seine Misere als Chance zu begreifen und sich ihm unerwartete Perspektiven eröffnen.



LUDWIG SMODILLA, geboren 1951, Pensionist seit 2014, vorher Nachtwaechter und Fabrikarbeiter.

ÜBER DAS BUCH:

Der Engel mit der Mistgabel“

Einer von 900 Quadrillionen gleichartigen kosmischen Individualisten sucht die Erde heim, verwirrt deren Bewohner und ihre Computer, Maschinen, Roboter, Behörden, löst Bewußtseinskatastrophen aus, vermittelt zwischen rivalisierenden Weltrauminvasoren, bringt das Chaos durcheinander und rettet damit den Frieden. Der Geisteszustand menschlicher Versuchskaninchen wird zusätzlich bedroht durch Experimente, bei denen sie in einen scheintoten Zustand versetzt werden, um das Bewußtsein der Bewußtlosigkeit zu erforschen. Außerdem schwören Mikroben den Menschen in Massenversammlungen Rache und die Vollautomation nähert sich unaufhaltsam. Eine Nachbarweltraumfahrt in einem genialen Phantomraumschiff setzt sich mit Verkehrtdenkbewegungen fort und endet im Zahlensalat einer Hochschaubahnfahrt durch die Sterne der Milchstraße. Die herbeihypnotisierte Zukunft sieht haarsträubend rosig aus und zum Schluß mischt sich auch noch Homer ein und führt betrunkene Tage und Nächte herbei, an die sich niemand mehr genau erinnern kann.

 

Sonntag, 19. Februar 2017

Di 28.2.2017 WORTE WIE PFEILE mit Ilse Kilic und Fritz Widhalm

farce vivendi präsentiert

WORTE WIE PFEILE - Literatur in der Pfeilgasse
mit Ilse Kilic und Fritz Widhalm 

Foto: Günter Vallaster
Anmoderation: melamar

im AVALON

Pfeilgasse 27
1080 Wien

Beginn: 20:00h

Eintritt frei!

Ilse Kilic und Fritz Widhalm lesen einzeln und gemeinsam.
Neue Gedichte, neue Prosatexte und ein Manifest in Vorfreude auf den Internationalen Frauentag.

Ilse Kilic, Experimentelle Texte, Nichterzählungen, Comic, Film, Hörspiel. Spiel- und Regeltexte = Texte, die mit methodischer Beschänkung arbeiten (wie etwa das Buch ohne 
E und U "Monikas Chaosprotokoll" oder der lipogrammatische Text "Oskars Moral")
Mitarbeit in der Das Fröhliche Wohnzimmer - Edition, organisatorische Tätigkeiten.
Seit 2006 betreibt Ilse Kilic gemeinsam mit Fritz Widhalm "Wohnzimmergalerie und Glücksschweinmuseum" in der Florianigasse 54.

Fritz Widhalm, geboren: 15.07.1956 in: Gaisberg, NÖ
Autor, Bildender Künstler, Filmemacher und Musiker. Arbeitsschwerpunkt "Experiment, NichtErzählung, Regel und Spiel". Mitherausgeber der "Das fröhliche Wohnzimmer-Edition" und der Zeitschrift "Wohnzimmer". Mitglied der Grazer Autoren Autorinnen Versammlung, der IG Autoren Autorinnen, der Austrian Filmmakers Coop und der .werkschaft.

www.dfw.at

www.farcevivendi.net


Mit freundlicher Unterstützung der Kulturkommission Josefstadt

Samstag, 11. Februar 2017

Der 10. Geburtstag oder Dinner for Everyone

melamar & Andi Pianka
10 Jahre wird man auch nicht alle Tage, sondern nur einmal im Leben. Das gehört natürlich ordentlich gefeiert, damit der Tag zur Nacht wird und die Nacht zum Tag. Den Ehrenschutz über diese Festivität übernahm niemand geringerer als Johann Wolfgang von Goethe, somit luden wir in den nach dem Dichterfürsten benannten Hof in Wien Kaisermühlen, also (da scheiden sich die Geister, die wir riefen) - je nach Standpunkt - erstmalig entweder dies- oder jenseits der Donau. Ins Werkl in der Schüttaustraße, welche keine Schüttausstraße ist, da wir ja nicht das Bad mit dem Kinde ausschütten wollen, wo das Gänsehäufel doch so nah ist...

Doch bevor der Autor dieser Zeilen unnötig ausschweift, wird es nun an der Zeit, den Geburtstagsabend Revue passieren zu lassen:

Da die (selbstverständlich 2007 geprägte) Münze auf Kopf fiel, machte ANDI PIANKA den ersten Eisbrecher. Er geburtstagstortete mit seinem Text (auch aktuell) politisch mit einer Huldigung des Wortes, in der auch so manche Anspielungen auf das fv Open Mic (z.B. all seine bisherigen Locations) versteckt waren.

Als Startnummer 1 gezogen wurde Gastgeberin DORIS NUSSBAUMER vom Werkl, die bereits am Anfang der Veranstaltung einleitende Worte gesprochen hatte. Sie las ihren Beitrag für die Anthologie "Wir sind Frauen. Wir sind viele. Wir haben die Schnauze voll!", welche am 3.März um 19h im Werkl präsentiert wird. In ihrem Dialekttext ging es um die unterschiedlichen gesellschaftlichen Bewertungen der gleichen Dinge in Abhängigkeit davon, ob sie Männer oder Frauen machen.

Ihr folgte dann mit THOMAS MAYER ein fv-Stammgast. Seine erste Geschichte handelte von einem skurrilen Supermarktbesuch. Da er im von ihm gekauften Vogerlsalat keinen Vogel fand, ging er wieder in den Supermarkt zurück, um sich zu beschweren, wurde aber leider nicht ernst genommen. Im zweiten Text fragte er sich, wieso ihm alle den Ratschlag geben würden, doch so wie Thomas Brezina zu schreiben. Und er kam drauf: Weil sie sonst keinen anderen Autor kennen würden...

ANGYAL GYULA machte zuerst auf sein eigenes "geiles" T-Shirt und dann auf eines einer Person aus dem Publikum aufmerksam. Er outete sich als Fan der Band "Oceano". In seinem (unter Einsatz des ganzen Körpers erst in der deutschen Übersetzung, dann im ungarischen Original vorgetragenen) Gedicht war "garabonciás diák", also der "garabonzische Lehrling" (ein Zauberei-Student aus dem ungarischen Volksglauben) die Hauptfigur.

Es folgte die extra aus dem Mostviertel bzw. konkret dem Erlauftal angereiste MILENA (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Verlag, mit dem sie nichts zu tun hat). Sie las fünf Gedichte, von denen einige sehr persönlich waren, andere auch gesellschaftskritische Aspekte beinhalteten (bzw. manche beides miteinander verknüpft). Da ging es um Haus-/Friedensdrachen (nicht der einzige Drachentext an jenem Abend), Demokratie, Magie, Satzsprache zum Erbrechen und zache Tage.

ELFIE RESCH, so wie die erste Auftretende dem Werkl-Team zugehörig, brachte einen autobiographischen Text über Mehrsprachigkeit. Mit 14 wechselte sie die Schule - von Baden nach Wien, wo sie dann mehr Freiraum hatte. Dort unterhielten sich zwei Mitschülerinnen aus Hornstein im Burgenland immer auf kroatisch, was sie zur Frage führte, wieso sie in der Schule das geographisch viel entferntere Englisch lernt. Und sie ging auch auf die lange Benachteiligung burgenländischer Roma ein.

GEORG HARLEKIN ist zuletzt der treueste/häufigste Auftretende des fv Open Mic gewesen (siehe auch den Statistikteil weiter unten). Er kündigte zuerst ein baldiges zweites Buch von ihm an. Danach wurde "Mister Triptychon" seiner Tradition wieder einmal gerecht und las.........drei Texte, die im für sich allein stehenden Moment begannen, danach für lichtvolle Ketten sorgten und mit einem Seelengang endeten.
Jennifer Tough & Frank Oz

Nun wurden JENNIFER TOUGH & FRANK OZ gezogen - ein Duo aus Wien Margareten. Wie viele Personen dann tatsächlich auf der Bühne standen, wird an dieser Stelle nicht verraten ;-) Erst gab es eine Coverversion des Creedence-Clearwater-Songs "Bad Moon Rising" zu hören, der mit "Die Zeit rennt" angekündigt wurde. Danach coverte Frank Oz sich selbst, nämlich ein am Karlsplatz entstandenes Lied: This Life.

Nach diesem musikalischen Beitrag ging es dann wieder literarisch weiter. Es folgte FRANZISKA SCHERZ mit drei Texten, die zwischenmenschliche Begegnungen zum Thema hatten. Erst traf sie sich in einem Künstlerbeisl mit Yasemin. Der zweite Text befasste sich mit Abschied nehmen und von der abwesenden Person träumen. Der dritte hatte die zwischenmenschliche Wärme zum Thema.

NIKI-TA, eine häufige Teilnehmerin der Anfangszeit des fv Open Mic in der Feile, brachte - passend zum 10-Jahres-Jubiläum - zunächst einen Text, den sie 2007 geschrieben hat. Flut - Wut - Mut, so hieß es darin. Es folgten zwei weit neuere ihrer Kolumnen aus der Literaturzeitschrift "&Radieschen..." zu den Themen "Lach & Sach" bzw. "Dach & Fach", letztere davon sich mit dem Thema Schule auseinandersetzend.

Die erste Hälfte wurde dann von MIKE HOFER beschlossen, welcher zum Einstieg meinte, er hätte die letzten 14 Monate an seiner Technik gefeilt und dadurch vielleicht manche Texte vergessen. Trotzdem ging der erste Song ("Word and Hand") ohne Textverlust über die Bühne. Beim zweiten ("Destination") kam es dann aber zu einer spontanen Improvisation.
melamar

 Nun war es Zeit für eine Pause.

 Nach der Pause brach dann erstmal MELAMAR das Eis (entzwei?). Ein Siebenzeiler über (Un?)Menschlichkeit im Mittelmeer machte den Anfang. Dann war ihre Timeline dran, in der sie über die von ihr verfolgten und geteilten Nachrichten sinnierte. Der dritte und längste Text hieß "Stolpersteine meines Lebens" und erzählte vom Widerspruch zwischen ihrem schreiberischen Leben und dem "normalen" Leben anderer.




Da es langsam auf 22 Uhr zuging und ab da lautere Auftritte im Werkl nicht mehr möglich sind, wurde beschlossen, die noch auf der Liste stehenden MusikerInnen vorzuziehen. Erst kam JULIA SANTINI an die Reihe. An der einen Gitarre von sich selber, an der anderen von PATRICK WURZER begleitet, sang sie ihr Lied "Brenn mich nieder", das sie mit den Worten "Es geht um Sex" ankündigte.

Dem folgte ein Doppelauftritt von CLAUDIA & STEFAN. Erst las Claudia drei ihrer Gedichte mit den Titeln "Atmen", "Manchmal" und "Fetzenflug", die vom sich kraftlos und unsicher fühlen, aber perfekt funktionieren müssen handelten. Dann übergab sie an Stefan, dessen Lied "Lisa find zu dir" thematisch an Claudias Gedichte anschloss.

Nun war es exakt 22 Uhr geworden. Für die letzten (nur mehr literarischen) Auftritte wurden die Mikros leiser gedreht und das Publikum gebeten, seinen Beifall mittels des lautlosen Gebärdensprache-Applaus kundzutun. Als nächster an die Reihe kam dann WOLFGANG E. EIGENSINN, ein Stammgast schon seit den fv-Zeiten in der Feile. Er las einen gesellschaftskritischen Text unter dem Titel "Illusionen sind denkbar".

MICHAELA HINTERLEITNER kann auch ohne Mikro durchaus laut hörbar sein, wie sie bei ihrem zweiten Text "Ernst" (einem Publikumsbeteiligungstext) bewies. Das Publikum durfte assoziativ hineinrufen, was ihm zu "Ernst" einfiel. Davor hatte sie einen in einem Pub-Gastgarten geschriebenen Text vorgetragen, der von einem Schattenwal handelte bzw. von der Trennung zwischen dem Schatten und dem Ich.
Maria Lakshmi

MARIA LAKSHMI kündigte ihre Texte als "Vintage-Texte" an. Sie begann mit einem Traum von 1995 über eine Flussüberquerung, an der seltsame geschlechtslose Wesen leben. Ihr zweiter Text war eine Erinnerung an einen Aufenthalt an der Côte d'Azur, ebenfalls in den 90er Jahren. Es folgte ein Drachengedicht über den Drachen Dagobert. Einen weiteren Drachentext konnte sie nicht finden und versprach ihn für's nächste Mal.

Auf Deutsch, Ungarisch und Englisch folgte mit der nächsten Auftretenden die vierte Sprache des Abends, nämlich Spanisch. TANIA LEODOLTER las Gedichte, die von Regenbogen, Dämmerung, Sonnenuntergang, dem Tag und der Nacht handelten. Zu diesen Gedichten gibt es auch deutsche Übersetzungen von ihr, die aber nicht die Autorin selber vortrug, sondern diesen Part MELAMAR überließ.

Und nun näherte sich die Veranstaltung ihrem Ende. Nur noch ein Teilnehmer stand auf der Liste, nämlich IO, der den Abend mit drei Texten beschloss. Der erste, anarchistisch angehauchte, beinhaltete das Motto "Mein Schwert ist der Stift". Die beiden anderen gingen von einem fragenden Gegenüber aus ("Du fragst mich, was ist..." bzw. "Du fragst, brauchst du was...").

Damit war der künstlerische Teil des Abends zu Ende und es ging mit dem noch sehr langen geselligen Teil weiter. Wie gut, dass es Nacht-U-Bahnen gibt... ;-)


Und zum Abschluss noch ein wenig Statistik:
  
Dies war das 60. farce vivendi Open Mic. Die ersten 20 davon (19 x in der Feile, 1 x in der Lab Factory) wurden von melamar alleine organisiert und moderiert. Die folgenden 40 (1 x Arena Beisl, 9 x Das Werk, 16 x Celeste, 13 x Spektakel, 1 x Werkl im Goethehof) gemeinsam mit Andi Pianka im Duett.

Bei den bisherigen 60 Veranstaltungen traten insgesamt über 200 verschiedene Personen auf, insgesamt gab es über 600 Auftritte (also im Schnitt ist jede Person ca. 3 mal aufgetreten).

Am häufigsten aufgetreten bei den 60 Veranstaltungen (leider ist zu einer davon die Teilnehmerliste verlorengegangen, also dies anhand von 59 der 60 Abende) sind Christian Schreibmüller mit 35 Teilnahmen, gefolgt von Georg Harlekin mit 26 und Wolf Morrison mit 25. Georg Harlekin hält dafür den Rekord an Teilnahmen in ununterbrochener Reihenfolge - mit diesem fv open mic waren es 16 Auftritte hintereinander ohne eine einzige Pause :-)

Frank Oz & Jazmin del
 Campo
Die höchste Zahl an TeilnehmerInnen hatten wir 2015 beim letzten fv Open Mic im Spektakel mit 23 (die ModeratorInnen als EisbrecherInnen mit dazugezählt). An zweiter Stelle folgt der 1-Jahres-Geburtstag 2008 in der Feile mit 21 Auftretenden. Diese 10-Jahres-Feier reiht sich nun an die dritte Stelle. Andererseits gab es auch schon Veranstaltungen mit nur 5 (Oktober 2008 in der Feile), 6 (November 2013 im Celeste) oder 7 (September 2013 im Celeste) Auftritten. Der langjährige Durchschnitt ist aber trotzdem insgesamt ein klar zweistelliger :-)

Zu hören gab es bei uns bereits Beiträge auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Romani, Serbisch, Ungarisch, Französisch, Italienisch, Arabisch, Norwegisch, Schwedisch, Litauisch (bitte um Verzeihung, falls ich auf eine Sprache vergessen habe!).

Und falls wen die Teilnehmerliste des allerersten fv Open Mic am 16.02.2007 interessiert (moderiert hat damals in der Feile melamar): Christian Schreibmüller, Andi Pianka, Peter Paul Plötzlich, Ilija Jovanović, Thomas Havlik, Arlene Ang, Michi Gabriel, Peter Gutjahr

Wie es mit farce-vivendi-Veranstaltungen heuer weitergeht - hier werdet Ihr darüber informiert.

Der Autor dieser Zeilen bittet um Verzeihung darum, dass es diesmal mit dem Bericht etwas länger gedauert hat als üblich. Aber ja, nun ist er da :-)


Fotos: Georg Harlekin

Mittwoch, 18. Januar 2017

10 Jahre farce vivendi Open MIc

Das farce vivendi Open Mic, die offene Bühne für Literatur, Performance und Musik, wird im Februar 2017 stolze 10 Jahre alt. Das wollen wir feiern - natürlich mit einem (unserem insgesamt 60.) Open Mic, zu dem wir sowohl unsere treuen WegbegleiterInnen der letzten 10 Jahre als auch neue Auftretende und neues Publikum herzlichst einladen.

Fr 10.2.2017
Einlass: 19:00, Beginn 19:30

WERKL IM GOETHEHOF
Schüttausstraße 1 
1220 Wien
(Nähe U1 Kaisermühlen, Wegbeschreibung siehe unten)

ARTIST INFO:

5 Min für Deinen Text / Deinen Song / Deine Performance
Alle Sprachen und Stile willkommen!
Anmeldung vor Ort bis Veranstaltungsbeginn, die Auftrittsreihenfolge wird ausgelost

5 min for your text / song / performance
all styles and languages welcome!

5 minutos para tu texto / canción / performance
todos los estilos e idiomas bienvenidos!

Moderation: melamar & Andi Pianka

Eintritt frei / Free entry / Entrada libre


Poesie das bist du!
Poezia eşti tu!
POETRY THAT´S YOU!
Poesia eres tú!
诗歌,就是你!
Thơ ca là bạn!
Poezja to jesteś ty!

www.farcevivendi.net
www.werkl.org

Wegbeschreibung:

U1 Kaisermühlen - Ausgang „Donau City Straße“ - beim Ausgang links weiter - durch die Unterführung - danach gerade weiter in die Schüttausstraße - die große Gemeindebauanlage auf der linken Seite ist schon der Goethehof - im zweiten Gassenlokal ist dann das Werkl. 

Also, zusammengefasst: Einfach unter der Unterführung in Richtung Schüttaustraße gehen, im zweitem Gassenlokal ist das Werkl.