Ja, und bevor es in die wohlverdiente sommerliche literarische Pause geht, gibt's noch eine Einzellesung im Werk - diesmal vom Organisator der dortigen Lesungen höchstpersönlich.
ANDI PIANKA liest:
Di, 2.7.
20:00
Das Werk
U-Bahn-Bogen 331
(am Donaukanal bei S/U Spittelau)
Und hier wären nochmals die Berichte über alle 23 Bus-Bim-Slams nachzulesen (u.a. auch die beiden im 19. und 22. von melamar und Andi Pianka moderierten).
Das nächste farce vivendi open mic gibt es voraussichtlich am 17. September.
Ein schöner Sommer sei euch gewunschen!
Mittwoch, 26. Juni 2013
Dienstag, 18. Juni 2013
Diesmal hitzemäßig unterwegs...
Und wieder mal open-micten wir bei Wetterextremen: War es
letztes Mal ein extremes Gewitter, so waren es diesmal um die 34°C im Schatten.
Trotzdem fanden sich Menschen ein – sowohl Auftretende als auch Publikum. Hut
ab vor all jenen, die das 34. farce vivendi open mic sämtlichen Bädern und
anderen Sommergenüssen gegenüber bevorzugt haben (und derer waren gar nicht mal
so wenige).
Die übliche Eisbrecherei brachte (so wie schon auch die
letzten Male auch) wieder einmal ANDI PIANKA als Startnummer 0,00 auf
die Bühne. Diesmal ausnahmsweise kein Slamtext, sondern die Sommergrillparty
von Julia und August, auf der sie statt des Spittelbergs den Wilhelminenberg
besteigen, um rund um die geopferten Grillhendln anstatt der üblichen
Opfertänze den Frankfurter, den Debreziner, den Berner und den Käsekrainer zu
tanzen, während drei Millionen Esel das kronische Kleinformat lesen.
In medias res ging als Erster der sowieso „übliche“
Startnummer-1-Verdächtige (zur Klarstellung: die Reihenfolge wurde wirklich
fair von sämtlichen Glücksfeen gezogen und nicht etwa von den ModeratorInnen
vorbestimmt), nämlich ELWOOD LOUD. Als die Kameras aus waren, hielt er
eine Rede vor dem Hohen Haus, in der er seiner Angst, daß uns die Trotteln
ausgehen, wenn wir das Durchfliegen abschaffen, Ausdruck verleihte. Nach der
maximalen Durchtrottelung verträgt Österreich grad mal 3 intelligente Menschen,
weil man sonst als KHG wegen seiner schönen Haare steuerlich verfolgt wird.
Ihm folgte Neo-Poetry-Slammerin FRANZISKA, die mit
ihrem ersten Text an Sattheit erstickte („Bald schlägst du zu, bald läßt du
nach“). Es folgten die Parallelen zwischen Musik und Schießkunst („Damals waren
wir Pioniere, heute tragen wir Abzeichen (...) Damals waren wir Solisten, heute
sitzen wir im Graben“), bis als letzter Text das irdische Tabernakel kam bzw.
der Sumpf sentimentaler Haßtiraden („Das Bild ist mies, du wartest auf den
Schnitt“).
Bus-Bim-Slam-Neoprofi GEORG HARLEKIN brachte
Sehnsuchtstexte: Erst über die Wurzel des Übels über Schiffbrüchige aus dem
Ozean der Tränen, dann ging die Reise mit der Spitze der Lokomotive (dies Wort
vom Autor wunderbar betont), bis als Letztes das Leben zum Tanz wurde – auch für
den traurigen Narren: Errettet mich! Wohin? Vielleicht fliehen?
Nicht Neo, sondern bereits häufiger Gast ist WOLF
MORRISON. Er und seine Gitarre brachten die Mikros und deren Ständer sehr
ins Schwitzen. Aber obschon er schwitzt, singt er: „I sing fia di a liebes Liebesliad“.
Als Zweites folgte die Liebeserklärung an die Stadt („I leb in ana Idiotenstadt“)
Und nun ward Pause.
Klarerweise eröffnete MELAMAR den zweiten Teil. Sie
ließ das Publikum über Gedichte der Seiten 3 bis 59 abstimmen. Gewählt wurden
die Nummern 8, 22, 30, 21, 5, 7 (erinnert fast schon an die Gewinnzahlen einer
Lottoziehung): Eine fahrende Landschaft mit dem Lächeln des Nebels, ein „you
call me cheap“, der Klassiker „God is the mother of the universe“ (denn „the
west is not the best“), danach drohten Bomben, daraufhin mit Insomnia die
Schlaflosigkeit, bis der Traum des Baumes den Auftritt beendete.
Dialekt-Slam-Experte HARRY P. ließ Gustl und Fanny
sich miteinander unterhalten, wo ein Frühstück machen der größere Wunsch als
ein „Ich liebe Dich“ wäre. Dem folgte ein Reimgedicht über ein schönes Leben,
ehe am Schluß statt eines Hundes auf einmal ein Papagei gekauft wurde. Denn
bellen kann der eh auch.
Neuling CHRISTIAN („Wenn man’s runternimmt, geht’s
auch" – auf’s Mikro bezogen) brachte einige Kurzgedichte. Tom ist groß geworden
und als fragmentierte Seele mag er E gehen, er geht also nach Spanien. Wo alles
global lokalisiert ist, wird auch die Luft privatisiert werden. Der Mond
scheint immer, der Winter ist kalt und Deutschland reißt er das EU aus der
Mitte – als Textterror Ottakring).
Wieder mit dabei: MARLIES THUSWALD. Erst wurden
Fliederschatten zu Fliederküssen. Dann folgte das damalige „einfach“ der
Sandburgen (Die große Welt in Kinderhand: Und jetzt? Der Sand ist verflogen und
die Uhr hat ein Loch). Mit einem Inselglück setzte es allerdings doch ein
Happy-End.
Und kurz bevor es aussah, als wäre dieses Open Mic an dieser
Stelle zu Ende, tauchten im letzten Moment doch noch zwei „Bus-Bim-Menschen“
auf. JASMIN hat die Lieblingszahl 12, dennoch erleidet sie in auf diese
Zahl abgestimmten Jahren Gehirnerschütterungen. 2013 wird alles besser: Ich
spiele zwar Jasmin (1), doch ich könnte sie mit Ratatatatata-Bumm brauchen (2),
denn es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit (3), also befreie Dich
(4)!
Den Abend beendete der wohl häufigste Gast unserer
Veranstaltungsreihe, nämlich CHRISTIAN „SCHREIBI“ SCHREIBMÜLLER. Er las
Gedichte, die vor ungefähr zwei Jahrzehnten erstanden sind – „Canzone triste“
über die Tenöre, die Messerhelden sind, doch „viel zu pünktlich kam der Bus“
(etwas, das wohl kaum jemals beim Bus-Bim-Slams passiert). Die Liebe, die
zwar keine Chance, aber auch keine Fiktion ist, folgte. Im zerwühlten Bett gab
die Hüfte nach – und gezielt wird halt immer wieder auf’s Heazz.
Und damit ist der Abend wieder mal vorbei. Das Farce Vivendi
Open Mic entläßt euch in die Sommerpause. Voraussichtlich am 17.September sehen
wir uns wieder. Aber abgesehen davon hoffentlich morgen (19.6., 19h) bzw. Samstag (22.6., 17h,
U1 Kaisermühlen) beim Bus-Bim-Slam.
Es ist nun ca. 5:55 in der Frühe (Ja, einige von uns waren
noch sehr fortgeh- und trinkwillig). Der Autor dieser Zeilen sieht durch sein
Fenster immer mehr Helligkeit. Und da er heut noch zu schlafen vorhat (da
morgen Bus-Bim-Slam XIX), beendet er hiermit diesen Bericht.
Freitag, 7. Juni 2013
Bus & Bim & Slam
Liebe Leute, Menschen, Geschöpfe und sonstige Mitwesen!
Nochmals die Erinnerung: Bus-Bim-Slam reitet zur Zeit auf 23 literaturaffinen Pferden (oder Fahrrädern gar?).
melamar (Gewinnerin des Bum-Bim-Slam VI) und Andi Pianka (Ex-aequo-Gewinner des Bus-Bim-Slam X) moderieren zwei davon, nämlich:
MI, 19.6. um 19h im 19. (beim TÜWI bzw. Ecke Peter-Jordan-Straße vs. Dänenstraße)
SA, 22.6. um 17h im 22. (U1 Kaisermühlen)
So seid dabei! Und natürlich auch am DI, 18.6. beim nächsten farce vivendi Open Mic im Celeste...
Nochmals die Erinnerung: Bus-Bim-Slam reitet zur Zeit auf 23 literaturaffinen Pferden (oder Fahrrädern gar?).
melamar (Gewinnerin des Bum-Bim-Slam VI) und Andi Pianka (Ex-aequo-Gewinner des Bus-Bim-Slam X) moderieren zwei davon, nämlich:
MI, 19.6. um 19h im 19. (beim TÜWI bzw. Ecke Peter-Jordan-Straße vs. Dänenstraße)
SA, 22.6. um 17h im 22. (U1 Kaisermühlen)
So seid dabei! Und natürlich auch am DI, 18.6. beim nächsten farce vivendi Open Mic im Celeste...
Mittwoch, 29. Mai 2013
und Lesungen dazwischen....
Zu farce vivendi gehört mittlerweile auch die Lesereihe, die nun wieder im (allerdings neuen) Werk stattfindet - jeden ersten Dienstag im Monat.
Am 7.Mai las vor zahlreichem Publikum (aufgrund Schönwetters spontan open air am Donaukanal) DANIELLE BOUTEILLE:
Und am 4.Juni geh's weiter mit einer Buchpräsentation: "Die Gugging-Protokolle" (Albatros, 2013) von ROLAND REICHART (ehemals Mückstein):
Di, 4.6.2013, 19:30
Das Werk
U-Bahn-Bogen 331 (bei S/U4/U6 Spittelau)
Zu farce vivendi gehört mittlerweile auch die Lesereihe, die nun wieder im (allerdings neuen) Werk stattfindet - jeden ersten Dienstag im Monat.
Am 7.Mai las vor zahlreichem Publikum (aufgrund Schönwetters spontan open air am Donaukanal) DANIELLE BOUTEILLE:
![]() |
| Foto: Hannes Gellner |
Und am 4.Juni geh's weiter mit einer Buchpräsentation: "Die Gugging-Protokolle" (Albatros, 2013) von ROLAND REICHART (ehemals Mückstein):
Di, 4.6.2013, 19:30
Das Werk
U-Bahn-Bogen 331 (bei S/U4/U6 Spittelau)
Sonntag, 26. Mai 2013
FOTOS VOM farce vivendi OPEN MIC
ZAHLREICHE WEITERE FOTOS VON MINH TAM GIANG FINDEN SICH HIER:
farce vivendi OPEN MIC im april:
farce vivendi OPEN MIC im mai:
diese foto-alben sind öffentlich sichtbar, man braucht keinen facebook-account.
KOMMENTAR ZUM VORANGEGANGENEN POST
lieber andi!
da das posten eines kommentars grade aus mir unbekannten gründen technisch nicht möglich war, an dieser stelle:
erstmal, danke für den bericht!
ich verstehe allerdings nicht, warum du bei meinem traum-text an die offenbarung des johannes denkst. (???)
damit sich auch jene, die nicht beim fv OPEN MIC dabei waren, ein bild davon machen können, gibt es den text hier zum nachlesen:
"HEUT NACHT IM TRAUM, da kam eine frau und schnitt mit einem messer, einem skalpell vielleicht, in die tiere hinein und ich war entsetzt, dass sie einfach so in die tiere hineinschnitt und sie tat es mit einer lakonischen art, als wäre nichts dabei, mit einer miene mit der man fensterputzen könnte und die tiere, ja sie verhielten sich nicht wie natürliche tiere die geschrien und sich gewehrt hätten. sie liessen es einfach geschehen.
und da waren körbe, wie flache, große brotkörbe, die mit einem ebenfalls geflochtenen, nach oben spitz zulaufenden deckelchen versehen waren und ich sah zwei von ihnen und ich sah, dass da zwei räume waren, einer für mensch und einer für tier und der stall war leer und die beiden brotkörbe standen in der stube der menschen. und ich fragte eine person, die ich nicht sah: „wo sind denn die kamele hin?“ und die person, sie war weiblich, gab mir zur antwort: „sie sind da“ und sie hob die deckel der brotkörbe und siehe, da waren die kamele drin, zusammengelegt, bewegungsunfähig, zu einem bruchteil ihrer biologischen größe geschrumpft und ich rief aus: „aber wie kannst du das den armen kamelen antun?“ und die unsichtbare frau sagte, mit tonloser gedankenstimme: „das macht denen doch gar nichts.“ aber vielleicht habe ich sie falsch verstanden, vielleicht meinte sie bloss, dass ihr das nichts mache. dann wachte ich auf. verstört."
lg!
melamar
Mittwoch, 22. Mai 2013
FARCE VIVENDI OPEN MIC TROTZT GEWITTER!
Das 33. FARCE VIVENDI OPEN MIC am 21.Mai 2013 war
zwar von Gewittern und Starkregen begleitet – dennoch hatten wir volles Haus
und 11 TeilnehmerInnen. Ein großes Danke an alle, die bereit waren, eine
durchnäßte Anreise in Kauf zu nehmen, um mit dabei zu sein.
Wie schon letztes Mal, so fiel die
50/50-Münze auch diesmal wieder auf die Seite von ANDI PIANKA, welcher
als Eisbrecher der ersten Hälfte fungierte und zunächst Erdbeeren mit Pumpgun
servierte, um danach zur Abwechslung von den vielen Weihnachts- und
Ostertexten, die es so gibt, einen Pfingsten-Text über den „Spiritus Sanctus“
zu präsentieren.
Die folgende Reihenfolge wurde, wie üblich,
ausgelost – nur diesmal aus (neuartigen, nämlich sich nicht mehr in zwei
Hälften spalten lassenden) Überraschungseiern.
Startnummer 1 ging an Straßenmusikerin und
Neo-Poetry-Slammerin KITTI, die schon letztes Mal mit dabei war (und im
Übrigen am 19.Juni eine Fixstarterin beim dortigen BUS-BIM-SLAM ist).
Diesmal gab es einen Song über das träumende „girl on the wild side“ sowie
einen zweiten über stampfende Schuhe, die das System zusammenbrechen lassen.
Abgerundet durch zwei Kurztexte, die sich mit den Barrieren und Brücken bei
sprachlichen Verständnisproblemen sowie dem Nonsens „I am – 1 a.m.“ befaßten.
Anschließend fragte MARLIES THUSWALD
(erstmals dabei und nebenbei Mitglied der niederösterreichischen
Literaturgruppe „Schriftzug 3250“) den kleinen Boris und die kleine Irina, was
sie mal werden wollen – wie sie als Kinder Kunst schaffen möchten und sich dann
als Erwachsene einander finden und kennenlernen. Denn KünstlerInnen gehören
geschützt, nämlich im Gefängnis. Aus welchem sie dann eines Tages hoffentlich
ausbrechen...
STEFAN PETER,
dessen Theaterstück "Columbo 008" demnächst im Werkl Premiere hat, sang (mitsamt Gitarre
sowie selbst mitgebrachtem neuartigen Notenständer) über die verschiedenen
Mahlzeiten, die teils neu, teils sich wiederholend (Gab’s nicht schon gestern
Fisch?), doch immer wieder einen wesentlichen Teil des Alltags bilden.
Anschließend ging’s in einem zweiten Lied um die faulen Tage, die es im Leben
auch so gibt.
Und wie es der Loszufall so wollte: Während
beim letzten Open Mic die Musiknummern eher am Ende gezogen wurden, so gab es
sämtliche drei musikalische Darbietungen diesmal gleich unter den ersten vier
Auftretenden (nur das Mikro machte dabei ein bißchen auf Schlappschwanz, aber
die Hörbarkeit war dennoch gut gegeben). Newcomerin MONA und ihre
Gitarre namens Hummel kamen zu Wort. Der erste Song war dem Wunsch nach Liebe
gewidmet (u.a. mit dem Slogan „freedom is trust“), als „Zugabe“ folgte ein Lied
über den typischen Karriereweg („is it what you want?“ und die 15-Stunden-pro-Tag-Arbeit
des Businessman nach der „not the smartest one“-Schule).
Daraufhin forderte VERA in ihren
Gedichten über Natur und Liebe mal „Bette mich in Grün!“, ein anderes Mal
meinte sie „Du malst mich schön!“, außerdem ging es viel um Seerosen und zum
Abschluß um die „guerre mondiale“ zwischen Mann und Frau. Als Lese-Utensil
diente dabei nicht etwa ein Textblatt, sondern eine Papiertasche, auf der ihre
Texte aufgeschrieben waren.
Ebenfalls nicht vom Textblatt las, sondern
vom...ach, wie heißt dieses neuartige Ding noch?...ja, jedenfalls Slam-Cup-Organisator ELWOOD
LOUD, der mit einem kurzen Erlebnisbericht einer Maulwurfsfamilie im
nordkoreanischen Minentunnel begann, ehe er sich einem Männerurlaub „all
inclusive“ auf den Kanaren widmete, wo es ein Piece-of-shit-Taxi gibt und die
Hotelduschen drei Duschknöpfe haben, damit man sich endlich das „Schatz“ sagen
abgewöhnt („Habt Ihr keine Namen? Oder Titel?“).
Wohlverdiente Pause war dann. Das
Spendensackerl ward da bereits erfreulicherweise gut gefüllt.
Zweite Eisbrecherin war logischerweise MELAMAR,
die andere Hälfte des Moderationsduos. Einem Traumprotokoll („Heut Nacht im
Traum“), in dem Tiere geschnitten wurden und das sehr stark an die Offenbarung
des Johannes erinnerte, folgte ein „I try to not cry“, wo betende Hände aus
Überzeugung töten und sich die Frage stellt, ob es ein Leben vor dem Tod
gibt. Als dritten Text gab’s noch viel Sex mit der Ex im Flex (wo übrigens auch
die Lichtzeile steht, welche melamar kuratiert).
Den eigentlichen Teil 2 des Abends
eröffnete dann ROBIN (übrigens bei den BUS-BIM-SLAMS im 11. und
14.Bezirk als Fixstarter zu erleben). Die Betonfläche zum Hochhaus wollte er
nur betonen und asphalten. Palatschinken in Paris, ein happy eating, eine
verkrustete Herdplatte, überökonomischer Tatendrang, der Stuhlgang beim
Doktorgang sowie Neudefinitionen von Handschlägen, Umarmungen und Applaus
folgten in seinen Kürzesttexten.
EKATERINA
(auch schon letztens mit dabei) hatte keine Angst. Denn man kann Hosen verkehrt
anziehen, wenn man will. Man kann ja nur von sich sprechen, wenn nach Strich
und Faden gelogen wird. Sie heißt Nina, ich glaub, ich liebe sie. Und Marmelade
aus Kirschen mit Kernen führt zur Hoffnung, daß ich nie sterbe.
MICHI
(erstmals mit von der Partie) sorgte für den kürzesten Auftritt des Abends. Ein
verstimmtes Lied: Was ist Recht und Unrecht? Ich wähle ein System, nicht
umgekehrt. Mutter, ich habe recherchiert. Mutter, ich habe mich entschieden.
Ebenfalls erstmals an Bord des
Farce-Vivendi-Dampfers war PETER WURM. Er ließ (ein großer Text auf
einem kleinen Handy) Angela (Merkel) und Josef (Ackermann) sich in Frankfurt
begegnen: Nimm Platz, Angela! Danke, Josef! Und was ist Gupf? Madrid ist
jedenfalls kein Problem, solange 16,4 Milliarden nach Athen fließen. Fährst du
oder fliegst du?
Zm Abschluß präsentierte sich SUE,
die durch ein Versehen des Moderationsduos nicht im Auslosungs-Überraschungsei
gelandet war, aber es dennoch schaffte, sechs Kurztexte in ca. ebenso vielen
Minuten unterzubringen: Sieger sind oft traurige Krieger; unaushaltbare Blicke;
Menschen, bei denen alles paßt, weil sie angepaßt sind; Liebe machen macht doch
nichts; minimierende/maximierende Leistung; das verzogene Mädchen – das waren
die Themen, die das Open Mic ausklingen ließen.
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