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Sonntag, 29. Juli 2018
Montag, 18. Juni 2018
Rückblick 9.6.2018 farce vivendi OPEN MIC @Theseustempel
Am Sa, dem 9.6.2018 fand erstmals ein farce vivendi OPEN MIC Special im Rahmen des Festivals Lateinamerikanischer Poesie in Wien statt und zwar Open Air vor dem Theseustempel im Volksgarten.
Der Wettergott meinte es gut mit uns, er wehte die vor Veranstaltungsbeginn herannahenden Regenwolken an einen unbekannten Ort und hieß die Sonne scheinen, so sehr, dass ein Teil des Publikums unter Bäumen Schutz suchte oder die mitgebrachten Regenschirme als Sonnenschirme gebrauchte.

Die Moderation erledigte diesmal Melamar alleine, da Andi Pianka andernorts gefragt war und sie tat dies zweisprachig, Deutsch und Spanisch, was ein Debüt für sie darstellte. Ein paar Vokabel frischte sie vor Veranstaltungsbeginn auf (Eisbrecher = rompehielos; Glücksfee = hada madrina).
Sie war auch die Eisbrecherin der Veranstaltung, welche im Übrigen ohne Pause über die Bühne
ging.
Die Reihenfolge der Lesenden wurde wie üblich von spontan aus dem Publikum rekrutierten Glücksfeen und Glücksfaunen ermittelt, mit Ausnahme zweier Special Guests, dem österreichischen Schriftsteller Wolfgang Hermann und seinem Übersetzer José Aníbal Campos, sowie dem Liedermacher Wolfgang Ratz, der auch als Übersetzer in Erscheinung trat und somit einen besonderen Beitrag leistete. Den beiden Special Guests wurde ein wenig mehr Zeit zur Verfügung gestellt, sie teilten ihre Beiträge in zwei Auftritte auf. Die Reihenfolge der Auftretenden fügte sich folgendermaßen:
01. melamar (Eisbrecherin)
Sie performte ihr einziges Gedicht, welches in spanischer Übersetzung (und sogar in englischer) vorliegt. Freundinnen und Freunden des farce vivendi Open Mic wird es nicht unbekannt sein, diente eine Zeile daraus lange Zeit als Motto der Veranstaltungsreihe.
"(...)
Poesie, das bist du!
Poetry, that's you!
Poesía, eres tú!
(...)"
02. Wolfgang Herrman (A) & José Aníbal Campos (Übersetzung)
Der aus Brengenz stammende und in Wien lebende Autor gab Gedichte preis, die von Licht und Schatten durchflutet waren.
"(...)
Zerbirst dir nicht der Kopf
vor Schönheit
beim Anblick der Sonnenspiegelung
im Fenster des Salon Helga
mit der alten Dame
unter der Haube
(...)"
03. Carmen Verde (Venezuela) & Wolfgang Ratz (Übersetzung)
Die Autorin bringt eingangs ihre Freude zum Ausdruck, in Wien freundlich empfangen worden zu sein. Auch bringt sie eine Anekdote ihrer Reise zum Besten. Man hatte sie am Flughafen in Caracas einer Personenkontrolle unterziehen wollen, doch als sie erklärte, sie sei Poetin wurde sie weiter gewunken.
In ihren Gedichten nimmt sie auf die Situation von Frauen ebenso Bezug wie auf jene von Flüchtlingen. Eines ihrer Gedichte bezieht sich auf den polnischen Dichter Czesław Miłosz.
04. David Huerta (Mexico) & Birgit Weilguny (Übersetzung)
"Bevor du dich politisch äußerst
Schau dir an den Gesichtern deiner Gesprächspartner die dunkle Seite an,
diesen Zug um den Mund wie von Geistlichen oder Banditen
und dann miss die Entfernung zwischen dir und dem
Auge des Sturms: dort findest du die Politik
(...)"
05. Ana Vidal Egea (Spanien) & Anna Hackl (Übersetzung)
"(...)
Er sagt:
Wenn du die Kakerlake zertrittst,
verteilen sich ihre Eier,
alles wird sich vermehren,
weil sich die Geschichte wiederholt,
es vermehren sich die Kranken,
jene, die ihren Schmerz übergehen, vermehren sich selbst,
der Fehler breitet sich aus;
bevor Paare sich entzweien,
vermehren sie sich lieber,
als könnte der letzte Spross
sie retten.
(...)"
06. Wolfgang Ratz (A)
Der Liedermacher bringt es fertig, die Wehmut und Schwärze des Wienerliedes mit lateinamerikanischen Rhythmen und Harmonien zu kombinieren und dies auf so selbstverständliche Weise, als brächte er bloß zusammen, was immer schon zusammen gehört hat.
(...)
Ein Hund, der sein Hundeleben satt hat
wär lieber ein Spieler, der ein gutes Blatt hat.
(...)
07. Rómulo Bustos Aguirre (Kolumbien) & Eva Srna (Übersetzung)
"Über die Ontologie des Schinkens
Ein Schinken ist ein Schinken ist ein Schinken ...
Man erkennt darin unschwer die Neufassung
eines Satzes, der häufig zitiert wird
wenn man über Literatur und Kunst philosophiert
Nur ist jetzt ein Schwein
in Frau Steins Garten eingedrungen
und hat ihre denkwürdige Rose zerstört.
(...)
08. Wolfgang Herrman (A) & José Aníbal Campos (Übersetzung)
Im zweiten Teil seiner Lesung dominierte die Todesthematik.
"Der Name an der Tür des Todes bleibt verborgen"
heißt es in einem Text und
"Der Tod errichtet eine Mauer, damit wir auf ihr balancieren"
in einem anderen.
09. Tania Leodolter (A)
Verarbeitete Erfahrungen der Fremde und der Sprachlosigkeit bei ihrer Jahre zurück liegenden Ankunft in Österreich.
In einem weiteren Text thematisierte sie den Missbrauch der Religion durch die Politik.

10. Ana Haidée Desangles (A)
Die Autorin war zum zweiten Mal bei einem farce vivendi Open Mic aber zum ersten Mal am Mikrophon.
Sie las eigene Gedichte wie auch solche ihres Vaters.
11. Luisa Futoransky (Argentinien) & Eva Srna (Übersetzung)
Die Gedichte der aus Buenos Aires stammenden Autorin erzählen Geschichten, die von feiner Ironie durchzogen sind.
Da ist die Japanische Nachbarin, Kiko, deren Name Chrysantheme bedeutet, die aber lieber Rosen mag, da sind die Männer...
(...)
Ach diese Männer
ich habe sie in kurze Verse verwandelt
und in Bücher und Zeitschriften verbannt
(...)
12. Georg Harlekin (A)
Einer der treuesten Autoren des farce vivendi Open Mic der letzten Jahre las aus seinen "Briefe an die Liebe".
(...)
Wer oder was bist du?
Bloß ein Wind.
(...)
13. Isabel Santonja
Entschloss sich spontan mitzumachen.
Sie merkte an, es wäre eine "Frechheit" dass sie unter "echten Dichtern" lesen dürfe.
Nun denn, das farce vivendi open Mic liebt freche Frauen und hofft auf ein Wiedersehen!
14. Wolfgang Ratz
In seinem zweiten Set präsentierte er spanische Lieder.
Eines davon, "el chico del bus" ist eine Hommage an jene Lebenskünstler in lateinamerikanischen Bussen, die einem etwas verkaufen wollen.
15. Enrique Moya (A) & melamar (& Eva Srna)
War melamar anfangs als Eisbrecherin aufgetreten, so bemühte sich Enrique
Moya, der Veranstalter des Festivals Lateinamerikanischer Poesie, gegen Ende - mit einem eigenen Gedicht, welches von Eva Srna übersetzt worden war und von melamar in deutscher Fassung gelesen wurde - das Eis wieder herzustellen.
Ein herzliches MUCHAS GRACIAS sei an dieser Stelle Cristian Lopez ausgesprochen, der sich um die Tontechnik kümmerte und sich durch nichts aus seiner bewundernswerten Ruhe bringen ließ, weder vom anfangs unsicher scheinenden Wetter, noch von nicht zugänglichen Steckdosen.
Herzlichen Dank auch an Georg Harlekin für die Bereitstellung der hier sichtbaren Fotos!
Es war eine gelungene Veranstaltung! Mögen noch viele weitere nachfolgen!
HASTA LA PROXIMA!
Montag, 4. Juni 2018
Donnerstag, 24. Mai 2018
Next Stop Rathaus filozófos: Echofarn meets Moosküken
Am 24.Mai fand das FARCE VIVENDI
OPEN MIC zum insgesamt 62. Mal und zum nunmehr zweiten Mal an
seinem neuen Veranstaltungsort, dem Cafe Benno, statt. War der
Besucherandrang beim vorigen Mal noch eher unterdurchschnittlich
gewesen, so fanden diesmal (zumindest bis zur Pause) einige Leute
nicht einmal mehr einen freien Sitzplatz vor. Scheint, als ob sich
unsere neue Location mittlerweile herumgesprochen hätte :-) Wir
hatten diesmal übrigens nicht nur im Publikum, sondern auch unter
den Auftretenden einen recht hohen Anteil an
fv-Open-Mic-DebütantInnen (45,4545454545%, um so halbwegs genau zu
sein). Moderiert wurde der Abend wieder einmal von MELAMAR und
ANDI PIANKA.
Letzterer durfte (nach dem üblichen
Münzwurf) sogleich als Eisbrecher #1 drankommen. ANDI PIANKAs
Text handelte v.a. von Wiener Straßennamen, die er in Verbindung mit
lebenden PolitikerInnen gleichen Namens brachte. Und schlug vor, die
Weinmanngasse im 22.Bezirk als Hommage an den am gleichen Tag
abgetretenen Wiener Bürgermeister zur "Spritzweinmanngasse"
umzubenennen.
Danach ging es sogleich in medias res.
Zum ersten Mal mit dabei war PHIPPS, der in seinem
kabarettistisch gehaltenen Beitrag eine Geschichte aus seinem alten
Tagebuch erzählte. Bei der Befundbesprechung mit seiner Internistin
habe diese gemeint, er wäre ein aus medizinischer(!) Sicht "heißer
Typ".
Bei FELICIAN U. NOWOTNEY,
ebenfalls erstmalig bei uns auftretend, wurde es dann lyrisch. In
sieben Texten - hauptsächlich Gedichte, davon ein englischsprachiges
- ging es viel um die Liebe in all ihren Facetten, nebenbei auch noch
um die Grenzen der Welt, ein Gestöhne mit Hugo-Boss-Bezug u.v.a.m.
THOMAS HINTERHOFER, schon öfters
beim fv Open Mic aufgetreten, führte uns in seinem "fröhlichen"
Text in die Wiener U-Bahn, in der erst ein Baby zu schreien beginnt,
danach er selbst und schließlich alle anderen, während der Fahrer
zweisprachig meint: "Next Stop: Rathaus" und "Go away
now!"
PUSZTA COWBOY, wie sich Angyal
Gyula nun auf heimischen Bühnen nennt, wurde philosophisch und
forderte vom Publikum den Refrain "filozófos" ein (eine
Anspielung auf das ungarische Wort "filozófus"). Der Text
selber handelte u.a. von "philosophischem Bullshit",
Diogenes, Alfa Romeo und Douglas Adams.
ANJA kam für ihren allerersten
Auftritt überhaupt auf einer Bühne extra aus Graz(!) angereist.
Welch große Ehre für uns! In ihrem Text sitzt sie mit Sonnenbrille
und offenem Haar am Wörthersee. Es geht um Gedanken über die Liebe.
Denn erst hat sie Ja gesagt, aber dann folgen Streit & Co.
GERHARD, das sechste Mal bei
unserem Open Mic dabei (und ebenfalls von außerhalb Wiens
angereist), entschied sich aus diesem Anlass - passend zur Zahl -
sich ebenfalls mit der Liebe zu befassen. Seine vier Gedichte in
denen u.a. eine Gewitterwanderung und ein rothaariges Mädchen
vorkamen, waren teils froh, teils traurig gestimmt.
MARLIES THUSWALD, keine
Unbekannte auf unseren Bühnen, hat ein neues Buch: Es heißt
"Echofarn" und enthält neben Text auch Bilder und eine CD.
Aus diesem las sie auch. Tote Blätter raschelten voraus, es ging
viel um Natur und ein Kind, das mit ihr interagiert. Und "Ich
bin das Echo der Stadt."
Hernach ward Pause.
Als Eisbrecherin #2 war MELAMAR zu hören, die drei Auszüge aus einem noch unfertigen Text, welcher eventuellerweise ein Roman (mit dem Arbeitstitel
"Kryptogen oder Malika und die heilige Krankheit") werden könnte. Ein wesentliches Thema darin war Epilepsie, die manche Menschen als Teufelsbesessenheit betrachte(te)n, andere wiederum als Schamanentum. Und Medikamente, welche den Geist lähmen.
KLAUS SINOWATZ war der vierte fv-Open-Mic-Debütant des Abends. Sein literarisches Schaffen ist vor allem in der experimentellen Lyrik daheim. So las er ca. ein Dutzend kurzer Gedichte, die sich thematisch u.a. um Schillers faule Äpfel, eine Apothekerin, einen fetten Salamander oder eine übermorgige Ventilation drehten.
STEFAN PETER ist ein bereits langjähriger Stammgast bei uns. Im einzigen Musikbeitrag des Abends erinnerte er in seinem ersten Lied an Mike Hofer (bei uns mehrmals aufgetreten), der letztes Jahr verstorben ist. Es folgte ein vertontes Gedicht für eine Frau und endete mit dem Cover eines weltberühmtem Songs ("We shall overcome").
GEORG HARLEKIN ist ebenfalls ein jahrelanger Wegbegleiter des fv Open Mic. Bald kommt sein zweites Buch heraus. Sechs neue Texte waren von ihm (trotz etwas angeschlagener Gesundheit) zu hören, die mit "obskur" anfingen und u.a. einen Anruf der Demokratie, eine These oder auch abschließend ein "Time will tell" beinhalteten.
Last, but not least die letzte
Debütantin unserer Veranstaltungsreihe, nämlich MOOSKÜKEN.
Ein solches zog sie sogleich aus ihrer Hose und erzählte, auf einem
mitgebrachten Sessel sitzend, eine tragische Liebesgeschichte, in der
u.a. rote Zehennägelknospen vorkamen und der Nagellack
Nektargeschmack hatte.
Dieses war also der 62. Streich, doch
der nächste folgt sogleich (nämlich in der Tat sogleich). Es wird
eine Art "Special" sein. Wer erraten möchte, womit diese
Special Edition zu tun haben könnte (Auflösung folgt in den
nächsten paar Tagen), dem/der sei als kleiner Tipp folgendes Gedicht
des Autors dieser Zeilen aus dem Jahre 2013 zur Rätsellösung
vielleicht hilfreich ;-)
SÜDLICH DES
COSTA-RICA-KANALS
„Der
wegen der Enthüllung von Geheimdienstaktivitäten von der US-Justiz
gesuchte Computerexperte Snowden (30) will politisches Asyl in
Ecuador. Sein Antrag werde aber noch geprüft, hieß es in Caracas.“
(aus dem orf-teletext, 24.6.2013)
wenn du
in ecuador
nach caracas suchst
in bolivien
nach montevideo
oder nach lima
in paraguay
so wirst du
auch in brasilien
buenos aires
ganz gewiss
nicht finden
selbst dann nicht
wenn der karneval
von bogota
mal ausnahmsweise
nicht in chile
stattfindet
Alle Fotos von Georg Harlekin
Donnerstag, 26. April 2018
Der Bürgermeister geht, farce vivendi bleibt!
Liebe farce-vivendi-Interessierte!
Auch wenn der 24.Mai nach beinahe einem Vierteljahrhundert der letzte
Amtstag des derzeit amtierenden Wiener Rathaus-Häupling sein wird, so handelt es sich beim Termin des nächsten fv open mic nicht um eine absichtliche Kausalität, sondern um eine reine Zufälligkeit auf der Zeitachse. Jedoch kann beiden Ereignissen mensch sehr wohl vorher- oder nachsagen, jeweils weltbewegende Momente in der Wiener Stadtgeschichte miterlebt zu haben. Insofern hoffen wir auf möglichst viele Menschen, die mit uns die Sternstunden unserer Auftretenden live vor Ort miterleben möchten. So tretet ein:
FARCE VIVENDI OPEN MIC #62
Do, 24.5.2018, 20:00
Cafe Benno (Keller)
8., Alser Straße 67
Eintritt: frei(willig)e Spende
Moderation: melamar & Andi Pianka
Auch wenn der 24.Mai nach beinahe einem Vierteljahrhundert der letzte Amtstag des derzeit amtierenden Wiener Rathaus-Häupling sein wird, so handelt es sich beim Termin des nächsten fv open mic nicht um eine absichtliche Kausalität, sondern um eine reine Zufälligkeit auf der Zeitachse. Jedoch kann beiden Ereignissen mensch sehr wohl vorher- oder nachsagen, jeweils weltbewegende Momente in der Wiener Stadtgeschichte miterlebt zu haben. Insofern hoffen wir auf möglichst viele Menschen, die mit uns die Sternstunden unserer Auftretenden live vor Ort miterleben möchten. So tretet ein:
FARCE VIVENDI OPEN MIC #62
Do, 24.5.2018, 20:00
Cafe Benno (Keller)
8., Alser Straße 67
Eintritt: frei(willig)e Spende
5 min fuer deinen text / deinen song / deine performance
alle sprachen und stile willkommen!
1 freigetränk
Moderation: melamar & Andi Pianka
Donnerstag, 15. Februar 2018
Romanes eunt domus? Romani ite domum!
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| Foto: Georg Harlekin |
Location, nämlich dem Veranstaltungskeller des Cafe Benno, ein. Wie gewohnt, führten
![]() | |
| Foto: Georg Harlekin |
RÉKA TÁRKÁNY SZÜCS fing mit einem persönlichen Text über ständig unzuständige Zustände an, bei denen sie die dafür angebotene Lösung kritisch hinterfragt. Ein zweiter Text handelte von 5 Karten spielenden Menschen, von denen einer die Menschen erschaffen hat. Auf einen Inferno-Text ("so negativ, dass es schon irgendwie...") folgten einige ihrer Mami-Dialoge, ein paar makabre Sätze und schließlich "Schmetterlinge auf dem Dachboden".
Während die vorige Auftretende bereits
2007 beim fv Open Mic aufgetreten war, stand TERESA an
diesem Abend das allererste Mal in ihrem Leben auf einer Bühne. Sie brachte einen englischsprachigen Text, der eine Rede/Anklage an die Mutter enthielt, die deren Mangel an Liebe und daraus resultierende Folgen thematisierte. "My voice is fleeting anyway" und "I'm so tired" hieß es darin unter anderem.
diesem Abend das allererste Mal in ihrem Leben auf einer Bühne. Sie brachte einen englischsprachigen Text, der eine Rede/Anklage an die Mutter enthielt, die deren Mangel an Liebe und daraus resultierende Folgen thematisierte. "My voice is fleeting anyway" und "I'm so tired" hieß es darin unter anderem.
| Foto: melamar |
NADIA BAHA stellte zu Beginn ihres Auftritts fest, aus "Einer für alle" sei "Alles für eine(n)" geworden. Es ging in ihren politisch/kritischen Kurztexten u.a. um den Strick durch die Rechnung. "Unter den Zahntechnikern ist der Speichelsauger König" und "Heute Germania, morgen Generika" - so würde es heute laufen. Auf das Thema "Worship" folgte als letztes ein Hänschen-/Hans-Text: Fast fassion, speed kills.
| Foto: melamar |
CHRISTIAN "SCHREIBI" SCHREIBMÜLLER, häufigster fv-Open-Mic-Teilnehmer bislang (und auch bereits des allerersten), brachte einen Dialekt-Text zum Besten, der im Bierwirtshaus spielte und so manche Begriffe wie "Schiebedach", "Reißerta", "Friedhofsjodler" oder "Schnullerbeißer" dem p.t. Publikum erst erklärt werden mussten. Danach ging es noch um eine "oame klane Gstörte", ehe die Pause anbrach.
| Foto: melamar |
Nach jener wurde dann ANDI PIANKA zum Eisbrecher #2. In seinem Beitrag hatten Kanzler und Vize, also Basti und Bumsti, ihren ersten Streit. Während ersterer mehr auf Austrofaschiertes mit vaterländichem Dollfuß als Beilage und einen ständestaatlichen Heimwehrsalat steht, liebt zweiterer eher die deutschen Flüsse und den Kuchen, zu dem Gauland gerufen hat. Und der sonnige Süden ist für ihn "unsere" Krim.
GEORG HARLEKIN, wie so oft mit Klangschale (als Auftretender auf der Bühne) bzw.
Photoapparat (unten als Publikum) ausgestattet, meinte, der Mensch trage den Urknall in sich. In seinen Kurztexten drehte es sich um's bewusste all-ein ("In der Stille bin ich Dein"), die Kummernummer, die Seele, die Demut (und den Specht, der lacht), um Schiffbrüchige & die Wurzel des Übels sowie um den Wind.
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| Foto: Georg Harlekin |
Zeitungsschlagzeile "Die Wahrheit hinter Trumps Frisur" hätte ihn zu einem Lied inspiriert. In diesem Lied kamen u.a. Vergleiche mit anderen US-Präsidenten, frisierte Bilanzen und die Aufforderung "Kämme dein alternatives Haar!" vor.
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| Foto: Georg Harlekin |
So wie die beiden vorigen Auftretenden, ist auch THOMAS MAYER seit einigen Jahren fv-Open-Mic-Stammgast. Nachdem er vom Nicht-Nachrichten-Seher zum Hardcore-Nachrichten-Seher wurde, fragte er sich in seinem Text "Nachrichten ohne Nachrichten", wie die Nachrichten an einem Tag, an dem nichts Erwähnenswertes passierte, ausschauen würden. Da müsse man eine Katastrophe, ein Verbrechen oder einen Skandal erfinden.
| Foto: melamar |
Als die Moderation bereits das Ende der Veranstaltung gekommen sah, betrat noch WOLFGANG GLECHNER den Raum (dessen Verspätung mit einer sehr erfreulichen familiären Angelegenheit begründet war). Also durfte er noch auf die Bühne und las seinen humorvollen Text "Morbus Schwanensee", in welchem ein Mann zum Tierarzt kommt und sich eine Behandlung nicht für ein Tier, sondern für seine eigene Hämoarthrose wünscht.
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| Foto: Georg Harlekin |
(Zum Vergrößern auf die Bilder klicken. )
Dienstag, 23. Januar 2018
Liebe Freundinnen und Freunde der angewandten Wortkunst,
es uns eine Freude, zu berichten, dass
das farce vivendi OPEN MIC - Die offene Bühne für Literatur, Performance und Musik
dieses Jahr wieder aufleben wird. Geplant sind vier Veranstaltungen. Die erste davon findet
am Donnerstag, dem 15.2. 2018, ab 20:00h im Cafe Benno,
Alser Straße 67, 1080 Wien statt.
Moderation: melamar & Andi Pianka
Eintritt: Frei(e Spende)
Wir freuen uns über Publikum ebenso wie über auftrittswillige Künstler/innen!
melamar & Andi Pianka
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