Donnerstag, 22. Januar 2015

Ein Abend mit vielen aktuellen Bezügen





Beim ersten farce vivendi open mic des Jahres 2015 (welches u.a. von einer ganzen Schulklasse samt Deutschlehrer besucht wurde) nahmen einige Auftretende in ihren Texten bzw. deren Anmoderationen Bezug auf aktuelle Ereignisse der letzten Wochen. Aufgrund eben dieser Ereignisse war es dem fv-Team auch ein Anliegen, an die Opfer von Unmenschlichkeit und Barbarei zu erinnern (jene in Paris, aber genauso erwähnte melamar in ihren einleitenden Worten jene in Nigeria oder Saudi-Arabien).





Nach einem kleinen Zwischenfall unmittelbar vor Beginn, bei dem der ganze Inhalt eines Getränketabletts dem Boden entgegen herniederfiel, legte das fv open mic kurz nach 20 Uhr los.







ANDI PIANKA, Sieger (bzw. aus eigener Sicht eher Verlierer) des Münzwurforakels, las zwei ganz frische aktualitätsbezogene Gedichte – ein kurzes, in dem er (als Antwort auf den in manchen Medien vieldiskutierten „Naina-Tweet“) die geisteswisschenschaftliche Allgemeinbildung verteidigte, und ein längeres im „Je suis Charlie“-Geiste geschriebenes: Doch ist der Stift stärker als das Schwert...

Als Startnummer 1 wurde diesmal WOLF MORRISON gezogen. Er brachte zuerst sein Keyboard in Stellung und sang daraufhin zwei gesellschaftskritische Lieder. Das erste handelte von seinem unbequemen Kampf. Das zweite Lied (in dessen Anmoderation er auf eine ewiggestrige Veranstaltung, die auch heuer wieder demnächst in der Hofburg stattfinden wird, verwies) war ein Aufruf an die Menschen in dieser Stadt, endlich aufzuwachen.


GEORG HARLEKIN eröffnete seinen Auftritt mit einem interessanten Zitat. In einem ersten Gedicht schloss auch er sich „Je suis Charlie“ an („In Zeiten wie diesen ist es eine Challenge mit der inneren Balance“), im zweiten ging es um das Leben in der dahinflutschenden Zeit und ein absenderloses Telegramm, im dritten schließlich empfahl er, sich Boote (oder noch besser Raumschiffe) zu nehmen, und verwies auf die Meldestelle für Glücksmomente



THOMAS MAYER las von Schreibblockaden und dem Umgang damit („Werde wieder schreiben und maßlos übertreiben“ steht an seiner Tür). Früher, da gab er sich nach durchgeschriebener Nacht bis zum Nachmittag dem Schlaf der Gerechten hin, doch heute: Kein Sex, Drugs & Poesie. Und wenn heute textstrom oder fv open mic ist, dann heißt es: „Rasier dich!“  Dem folgten zwei kurze Gedichte über das, was Gott alles ist, und über Kekse und ihre Folgen.




CHRISTIAN SCHREIBMÜLLER nahm (ob zufällig oder beabsichtigt) in seinem ersten Text auf situationselastische Art und Weise indirekt Bezug auf den kleinen Zwischenfall vor Beginn der Veranstaltung. Es ging um höflich-gehobene Sprache, v.a. in der Gastronomie („Geruhen der Herr einen Cognac zu sich zu nehmen? – Cognac? Habt’s ka Ribisel in dieser g’spritzt’n Hütt’n?“). Der zweite Text handelte vom Ungustl: „Es gibt auch uncharmante Weaner“.

wALTEREGOn beendete die erste Hälfte mit Tagebuch-Einträgen von vor seinem Coming-out als Musiker. Da wurde er nach 25 Jahren zum Direktor der ............ (dem Autor dieser Zeilen war es unmöglich, diesen sagenhaft langen englischen Ausdruck mitzuschreiben) befördert und bezog daraufhin sein eigenes Büro mit einem Zwölfender und neuem Schreibtisch (Buche Vollholz: flexible portable desktop), wo er Frau Renate kennenlernte und Mamas Kaisersemmel mit Extrawurst aß.

Nach der...

...PAUSE...

..fungierte MELAMAR als Eisbrecherin #2. Auch ihre beiden (wenngleich bereits älteren) Texte hatte sie aufgrund der aktuellen Ereignisse ausgewählt: Der erste handelte von der von ihrem Ehemann getöteten afghanischen Autorin Nadia Anjuman („Einer war’s und viele – im Namen falscher Ehre (...) Es leben deine Lieder weiter – hast nicht umsonst gekämpft“), der zweite („God ist the mother oft the universe“) setzte sich u.a. kritisch mit der westlichen Welt und ihrem Selbstbild auseinander.

Erstmals dabei war PHILIPPA. Auf den Tag genau vor 10 Jahren ging sie mit ihrer besten Freundin in der Schul-Mittagspause chinesisch essen – und heute am Jahrestag wieder, wo sie auf Servietten Briefe an sich selbst in 10 Jahren schrieben. Philippa las beide vor. In ihrem eigenen erwähnte sie ihr „urgeiles Sushi“, dachte an Momo und die Kostbarkeit von Stunden, an Liebeskummer und fragte sich, wie die Welt in 10 Jahren aussieht („Ist Sebastian Kurz Bundeskanzler geworden?“), während ihre Freundin u.a. von Hobbies, die noch nicht existiert haben, schrieb.

STEFAN PETER brachte einen Fortsetzungstext zu seiner legendären „Selbstmordberatung Toni“ mit dem Titel „Leichenkraft“: Da es in Wien morbides Vitalitätsdenken gibt und Toni eine 80%ige Erfolgsquote hatte, werden nun neben einer ganzen Merchandising-Produktpalette geleitete Gruppen für negatives Denken (ND) gegründet, in denen (nach einer Einführung mit Friedhofsbildern, Pantomime und Affirmationswunschrunde) u.a. bekannte Kinderlieder mit morbiden Texten versehen werden.


GERHARD schloss zuerst an Thomas Mayers Gedicht über Gott an und erzählte ebenfalls, was er alles ist. Der zweite Text war ein Glaubensbekenntnis: „Ich glaube ans Geld, das Zahlungsmittel, das allmächtige, empfangen durch den heiligen Buchungssatz, geboren in der Druckerpresse...“, dem er noch einen kurzen Vortrag über diverse Sprüche auf Banknoten folgen ließ, die ihn ans DKT-Geld erinnern würden, und endete mit dem Satz: „Mit Schuld wird man nicht glücklich“.



Nicht die Bühne, sondern stattdessen die auf sie führenden Stufen (welche er als Sitz für seinen Auftritt wählte) erklomm MIKE HOFER mit seiner Gitarre. Er fragte, seine philosophischen Fragen auf dieser begleitend, was denn wichtig sei und was nicht. „Gibt’s irgendwas, was wichtig is? Oder ned?“. „Dermaßen besoffen“ folgte – mit der laut eigener Meinung „falschen“ Gitarre – dann noch ein Blues.


ANGELA machte auf die von ihr organisierte „Lange Nacht der Kunst gegen Gewalt & Missbrauch“ am 16.2. aufmerksam (bei welcher auch einige der heute Auftretenden mitmachen werden). Der erste Text befasste sich auch klar mit diesem Thema und handelte (aus der Sicht eines Kindes geschrieben) von einem jahrelang gewalttätigen Stiefvater, von dem die Mutter genauso schwärmte wie andererseits von antiautoritärer Erziehung  -> „In der Pubertät erkannte ich die Chance und floh“. Ein zweiter Text behandelte 4 Versuche, ein Liebesgedicht zu schreiben, die alle nicht klappten, da die Gedichte u.a. zu politisch oder zu chemisch waren.

Den Abend beendete HARRY P. mit zwei Dialogen. Im ersten verlangt ein Restaurantgast vom Ober eine Buchstabensuppe ohne X und K („das kratzt so im Hals“), ein Schnitzel in der Form von Italien, herzförmigen Erdäpfelsalat, eine Schaumkrone von 38 mm und Senf & Kren zum Apfelstrudel. Als der zuvor kritische Kellner erfährt, wer der Gast ist, ist er sofort bereit, das Gewünschte zu bringen. Im zweiten Dialog schafft es ein betrunkener Autofahrer den ihn kontrollierenden Polizisten von einem Strafmandat abzubringen.

So ging wieder einmal ein abwechslungsreicher Abend zu Ende.

Wir bedanken uns bei WienKultur, sowie bei der Edition Das fröhliche Wohnzimmer, die uns mit Geschenkbüchern für die Teilnehmer/innen bedachten.

Wir freuen uns nun auf das große Jubiläum am 17. Februar, wenn das farce vivendi open mic 8jähriges Jubiläum feiert UND zum 50(!) Mal stattfindet!

Freitag, 2. Januar 2015

Und weiter geht's...

Im neuen Jahr 2015 sehen wir uns erstmals am Di, 20. Jänner im Spektakel wieder!

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Eine verbesserte Wirklichkeit als Möglichkeit



Das letzte farce vivendi open mic 2014 bildete quantitativ wie qualitativ einen sehr würdigen Jahresabschluss. Mit 15 Auftretenden (sehr abwechslungsreiche 11 literarische und 4 musikalische Darbietungen) – das eisbrechende Moderationsduo nicht miteingerechnet – gab es die höchste Teilnehmendenzahl seit über zwei Jahren.

Entgegen der ursprünglichen Planung kam als Veranstaltungsort statt des Spektakel kurzfristig doch wieder einmal der Celeste-Jazzkeller an die Reihe.

[Zur Info bezüglich Location: Grundsätzlich sollte es 2015 beim Spektakel bleiben. Im Fall technischer Probleme etc. ist es aber im Notfall sehr praktisch bzw. ein großes Glück, anstatt die Veranstaltung absagen zu müssen, nur zwei Häuser weiter einen (binnen nicht einmal einer Gehminute erreichbaren) Alternativort zur Verfügung zu haben – wenngleich solche technischen Notfälle wie diesmal 2015 wesentlich unwahrscheinlicher werden dürften, da das Spektakel in ein paar Wochen nach langer Pause endlich wieder den Vollbetrieb aufnehmen wird]

Nun aber zum Geschehen dieses letzten fv open mic 2014:


Im Anfang war die geworfene Münze. Sie wies ANDI PIANKA den eisbrechenden Weg zum Mikro. Er „warb“ in seinem kritischen Text (ausgehend vom Zitat eines ehemaligen deutschen Bundespräsidenten bei einem Afrika-Besuch) für die hiesige Gastfreundschaft. Ob der Luxus im 5-Sterne-Kurort Traiskirchen, das temperamentvolle Agieren der Polizei oder der Vorteil des nicht arbeiten Müssens – unserem Gästekonglomerat soll es an nichts mangeln.

Als Startnummer 1 wurde JAZMIN DEL CAMPO gezogen. Einem „Aufwärmtext“, der sich sprachspielerisch mit der Frage „Wer bist du?“ beschäftigte, folgte ein vom „kleinen Ich-bin-Ich“ inspirierter über innere Zwiegespräche. Nein? Ja? Schreib einmal! Und (nach einem  Umdrehen der Seite): „Die Wörter haben auch einen Wortlaut“. Schließlich melden sich auch noch Gehirn, Füße, Popo zu Wort. Im letzten Text ging es dann um das Wollen des Wollens.

Zwar schon bühnenerfahren, aber erstmals beim fv open mic trat (samt Gesang und Gitarre) JULIA SANTINI auf. Ihr Song „Overpower Me“, handelte vom (wieder) alleine sein („Now I’m sitting here again alone“), Sehnsüchten und einem brennenden Feuer: Touch me, give me a fire please! Denn: I’m sick of be sick. Und deswegen: Burn me down! Und anstatt einer gewünschten Zugabe gab es ihre Ankündigung, bald zum fv open mic wiederzukommen.

Auch PAVEL feierte seine fv-open-mic-Premiere. Einem Gedicht über Umkehr und Heimkehr auf grauer See folgte eine dunkle Verführung in zarter Dunkelheit. Im dritten (einem persönlichen) Gedicht legte er seinen Kopf an ihren warmen Busen. Doch nach dem Aufwachen war die Geliebte fort und im Spiegel sah er einen 100jährigen mit Todesmaske. Und um nicht allzu depressiv zu enden, folgte noch ein viertes Gedicht über die Leichtigkeit.

Die Debütanten-Serie setzte XILI fort, der ohne Sinn, mit viel Spaß, nicht ohne Plan verplant ist. Er meinte, Frieden (und nicht Krieg) wäre in jedem, dadurch ließen sich Mauern fallen. Wichtig wäre es, positiv zu formulieren: (auch wenn es nicht am Textblatt stand) Ja! Ja! Ja! Was sonst noch vorkam: Ein Kuli im richtigen Augenblick zum Schreiben, die (wenn Bildung Freiheit ist) Ausbildung als Ausfreiheit und ein Märchen („Es war einmal ein Energiefunke“).

Nicht zum ersten Mal dabei war wALTEREGOn mit Gitarre und zwei Liedern. Das erste handelte vom Loslassen, verbildlicht durch ein Schiff, das seinen Hafen verlässt: Komm, wir fahren raus – um mit den Ungeheuern einen Joint zu rauchen. Das zweite, ein Liebeslied, widmete er dem Christkind. Es ging (Zucker drüber streuend) um den (Beweg)Grund für die Veränderung zwischen früher und jetzt: Weil der Teil, der dich erkennt, in mir noch schlief.

THOMAS MAYER (ausnahmsweise nicht als Erster gezogen) stellte sich in seinem ersten Beitrag den an seiner Tür läutenden Zeugen Jehovas als Gott vor. Warum solle er also mit ihnen über sich nachdenken, wo er doch die Welt erschuf: „Was, ihr zweifelt an mir?“ Im zweiten Text begann der Lurch zu sprechen, worauf der Autor ihn und das Spinnennetz über seinem Bett mit dem Besen wegfegte. Und Text Nr.3 erzählte vom schüchternen neuen Jahr.

Als letzter vor der Pause kam WOLF MORRISON samt Keyboard und dem berühmten Doctor Mouse auf die Bühne. Es wurde weihnachtlich: Zusammen mit seiner ersten Liebe, die ihm (als er 14 war) die Tür im Pyjama öffnete, schmückte er erst den Christbaum, dann hörten sie gemeinsam im Radio Weihnachtslieder. Auf diesen eigenen englischsprachigen Song folgte noch eine Instrumentalversion des Klassikers „Joy to the World“ und dann die Pause...


...nach der es mit dem zweiten Brechen des Eises, also mit MELAMAR weiterging. Auf einen älteren Text mit dem Titel „Wendezeit“, in dem ein von einer Kakerlake heimgesuchter DJ aufgefordert wird, doch mehr Vinyl aufzulegen, folgten viele kurze neue, von denen sie einige eigens zu Bildern des Malers Kan-Boris Kamhi schrieb – u.a. über das Muss des Berufenen, das ihn zum inneren Lachen führt, oder über die Lebendigkeit der Farbe Rot.

Vier Gedichte brachte GERHARD mit: Zeitalter des Herzens (handelte von einer zukünftigen besseren Zeit), Ode an die Traurigkeit („Ich werd dich nicht vermissen (...) Ohne sie lebt man befreiter“), Ich bin gegen (nämlich u.a. gegen nicht hilfreiche Ideale, die verraten werden, gegen Konzerne, Konkurrenz, Kostenwahn, aber für die Unterstützung) sowie Wurm im Sturm (über existenzielle Probleme des Regenwurmes im Schnabel einer Amsel). So wie er...

...war auch ALEPH das erste Mal dabei. An die Existenz knüpfte sie gleich an, nämlich die des Kreises, der sie nicht verneint. Ein sich ausdehnender trostloser Augenblick, in dem das Gewebe zerrissen bleibt, doch das Fleisch wieder warm wird, war Thema ihres zweiten Gedichts. Im dritten verfestigte sich das Gewirr („Der Griff erstreckt sich in die Weiten, die ich nicht ergreifen kann“), bis dann im letzten Text im zeitleeren Raum der Traum zerbrach.

ANGELA setzte sich in einem (von Xavier Naidoo und Curse inspirierten) Text mit der Frage auseinander, ob sie schon Kinder hätte. Das wüsste sie auch gern. Denn sie wurden ihr noch vor deren Zeugung von Wissenschaftlern geraubt und verkauft –> „Jetzt steh ich allein“. Diesem folgte ein Text über ihre Erfahrungen als 7 Tage in der Woche suchender Websingle: Aus 20 und schick wurde 40 und dick. Erkenntnis: Hier gibt’s Singles, die nicht solo sind.

Sechste fv-open-mic-Debütantin des Abends (kommt auch nicht alle Tage vor) war TIA, die überhaupt ihre „allererste Premiere“ auf der Bühne und den kürzesten Auftritt des Abends hatte. Aus ihrer 10-Punkte-Liste mit Dingen, die man im Leben tun sollte, ließ sie das Publikum (vorläufig, aber wir hoffen, sie kommt wieder) nur am ersten teilhaben – ein „I love you“, ergänzt um wichtige Dinge im Leben (z.B.: sharing is gold... make a gift... take care...).

In Glitzer fragte MICHAELA HINTERLEITNER, ob sie politisch oder romantisch werden soll – das Publikum wollte beides. Im politischen Teil ging es um Wachsamkeit: Dem nachspüren, was vorkommt. Die Augen, die trauen ihren Augen nicht.Wir haben nicht genug hingesehen auf das Kommende, das Verkommende. Nach einem würmlerischen Wiedergeburt-Text wurde sie schließlich nicht romantisch: Bitte berühr mich nicht, aber pack mich!

Ein Stammgast auf fv-open-mic-Bühnen ist (ob musikalisch, literarisch oder kabarettistisch) schon seit Jahren STEFAN PETER. Diesmal ging es – passend zur Jahreszeit – um eine  Adventfeier in einem oberösterreichisches Altersheim, zu welcher der Zivi Kekse mit (THC-haltiger) „Spezialwürz’n“ mitbringt, worauf die dort wohnenden älteren Damen (u.a. „die oide Liesl“ oder die Herta) völlig ausflippen. „Selten so einen spasserten Adventdienst erlebt“.

„Endlich“ kam auch GEORG HARLEKIN dran, mit neuen Gedichten (aber, wie üblich, deren drei an der Zahl). Eine verbesserte Wirklichkeit als Möglichkeit mit Reset und Neustart bildete den Anfang. Es folgte die Frage: Wer ist Emo? „Sie!“, war die Antwort, mit ihrem vollen Namen die auf Orgelpfeifen spielende Emotion (Emo = Energie, Motivation, OM). Auch das letzte Gedicht begann mit einer Frage: Was täten wir Männer ohne euch Frauen?

Der Abschluss und Ausklang des Abends war ein musikalischer. RAFAEL spielte ein Lied für seinen kranken Cousin: Tee. Mogst no an Tee trinken? Ganz krank liegt er da auf der Couch. Mit an bisschen an Honig? Schmelzen tut er. Magst a paar Vitamine? Das zweite, improvisierte Lied war dann eines „für die Traudl“, die Sonne in seinem Herzen, mit der er überall hin möchte, sogar ins Theater. Selbst in der legendären REM-Phase sieht er sie.


Nun war es vorbei, das letzte farce vivendi open mic des Jahres 2014. Ein Abend, der nicht nur künstlerisch sehenswert war, sondern auch gleich im praktischen Alltag Georg Harlekins Worte von der verbessserten Wirklichkeit als Möglichkeit umsetzte und eine scheinbar nicht vorhandene Barrierefreiheit für einen Besucher mit vereinten Kräften in eine vorhandene umwandeln konnte.

Ein Dank an dieser Stelle an Das Fröhliche Wohnzimmer, das uns Bücher aus seiner Edition zur Verfügung stellte, von welchen (wie schon im November) alle Auftretenden jeweils eines mit nach Hause nehmen konnten, als zweite Belohnung neben dem üblichen Freigetränk.

Eine kurze Statistik zum Jahresausklang: Bei den 10 fv open mics des Jahres 2014 sahen wir insgesamt 109 Auftritte (also im Schnitt 10,9 pro Abend) von 53 verschiedenen KünstlerInnen (bzw. inklusive des Moderationsduos lauten die diesbezüglichen Zahlen 129 und 55). 


Mit hoher Wahrscheinlichkeit sehen wir uns am 20. Jänner 2015 wieder. Da dieser Termin aber noch nicht fix bestätigt ist (sollte allerdings innerhalb der nächsten paar Tage passieren), wollen wir ihn auch noch nicht offiziell verkünden. Einfach nach Weihnachten mal wieder in unseren Blog reinschauen bzw. bekommen alle, die auf unseren Mailinglisten stehen, natürlich dann im Jänner die Info auch per Mail. Bis dahin...

...auf ein kreatives 2015!






Mittwoch, 19. November 2014

Im Lichte der Wackelkontaktfreudigkeit



Während zur selben Zeit im Ernst-Happel-Stadion die gegeneinander spielenden österreichischen und brasilianischen Fußballer open air frieren mussten, konnte sich das ein paar Kilometer und Bezirke weiter westlich stattfindende FARCE VIVENDI OPEN MIC glücklich schätzen, sich ein Dach über dem Kopf leisten zu können. Was angesichts des novemberlichen Wetters draußen auch sehr von Vorteil war. Und das ein wenig wackelkontaktfreudige Bühnenlicht konnte dankenswerterweise (siehe weiter unten) gut kompensiert werden.

Es begann – wie immer – mit dem Münzorakel. Dieses (auch wenn es jedes Mal eine andere Münze ist) lässt seit der Übersiedlung vom Celeste ins Spektakel eine klare Vorliebe für MELAMAR als erste Eisbrecherin erkennen. Diese eröffnete in memoriam RAINER TRAMIN (1957-2014, Mitbegründer des Vereins farce vivendi) mit dem Gedicht „Schwarze Aspekte“ des kürzlich verstorbenen Autors. In diesem ging um es um die verschiedenen (u.a. auch politischen) Bedeutungen von schwarz. Dem folgten drei eigene Gedichte melamars über missglückte Liebe, Liebeswissenschaft und die Weiterentwicklungen von Worten.

Wie der Zufall (oder sonst eine Kraft) es so wollte, wurde THOMAS MAYER nun zum dritten(!) Mal in Folge mit der Startnummer 1 gezogen (welche er aber – im Unterschied zu manchen SlammerInnen – durchaus gerne hat). Einem düsteren Text über einen Diplomaten, der um den Frieden zu erhalten, in einem Bordell fündig wird, folgte ein zynischer über einen Tag, an dem nichts passiert und deswegen in den Nachrichten Schreckensmeldungen erfunden werden müssen (mitsamt dem Wetterbericht „Der Himmel ist einsturzgefährdet“) und schließlich einer über seine Katze, die dem Autor Frühstück ans Bett (in Gestalt einer toten Maus) bringt.

Ebenfalls drei Texte (diese Zahl ist bei ihm bereits gute Tradition) gab es von GEORG HARLEKIN zu hören. Zunächst wurde ein weißer Punkt in einer bunten Welt zu einem schwarzen Punkt. Doch rundum erneuert roch er plötzlich wieder Farben und tauchte in eine noch größere bunte Welt ein. Dem folgte als zweites Gedicht ein Schock („Knock, knock, es rockt der Schock) über volksverblödende Gratiszeitungsenten mit einer abschließenden Danksagung an das Buch bzw. an Oscar Wilde. Das dritte Gedicht war ein Cash-Gewäsch über Klarsichtsklassen: Sagt einfach nein!

Wie der Zufall (an den man in so einem Moment gar nicht mehr zu glauben vermag) es so wollte, durften genau jene drei Künstler, deren geäußerte Hoffnung es war, möglichst früh gelost zu werden, auch als erste drei auftreten. Als Nummer 3 WOLF MORRISON, diesmal nach einigen Keyboard-Auftritten bei den letzten open mics wieder mit Gitarre. Im ersten Lied hieß es „Du bist wia a Kaktus in der Wüste, der grad blüht“. Es ging u.a. um Anpassung. Das zweite war von Ludwig Hirsch inspiriert und handelte von einer fiktiven Beziehung mit einer reellen (vergebenen) Frau.

Ebenfalls mit Gitarre kam STEFAN PETER (dem wir übrigens für sein mit- und angebrachtes Lämpchen danken, das angesichts kleiner Probleme mit der Bühnenbeleuchtung eine große Hilfe war) auf die Bühne. Sein Lied „Wie viel Hölle noch?“ war als eine Art melancholischer Kontrast zu seinem (bei einem früheren fv open mic vorgetragenen) Selbstmordberatungssketch gedacht. „Komm, steh auf, Wolken ziehen auf“, während das lyrische Ich des Liedes lieber in Ruhe gelassen werden möchte. Doch es ist nichts verloren – „lerne zu verstehen“.

Wie auch beim parallel laufenden Fußballspiel, so trennte auch beim fv open mic die beiden Hälften eine ca. viertelstündige PAUSE.

Den zweiten Eisbrecher gab ANDI PIANKA. Nach einer kritischen Betrachtung von Laudationes bei literarischen Preisverleihungen (bei denen man manchmal den Eindruck gewinnt, den LaudatorInnen ginge es primär um ihre eigenen „15 minutes of fame“) und einem von einem Einkauf in einem skandinavischen Möbelgeschäft inspirierten Gedicht, bei dem er „fyndig“ wurde, drehte er die Zeit ein Vierteljahrhundert zurück und las aus einem eigenen Schulaufsatz über eine Reise ins ungarische Sopron.

Erstmals mit dabei beim fv open mic war bzw. in der Pause spontan angemeldet hat sich SUSANNE RÖDL mit ihrem Plädoyer für den Wiener Dialekt, das sie in Form von zwei Texten und einem Lied hielt. Im ersten Text ging es um die Suche nach schadstofffreien Plastikflaschen, passenden Schuhbandln oder Kopfhörerkabeln, die sich automatisch aufrollen. Der zweite behandelte den U-Bahn-Alltag (u.a. die Blitzgneißer, die wie angewachsen bei der Tür stehen). Ihren Auftritt beendete sie mit einer von ihr auf wienerisch verfassten Cover-Version des Klassikers „Autumn leaves“ (Da Herbst is da, die Blattln fall’n...).

WOLFGANG E. EIGENSINN las aus seinem mittlerweile vergriffenen Buch „Die Archive des Eigensinns“, nämlich zuerst dessen Vorwort. Dieses handelt vom (unberechenbaren, scheuen, undurchschaubaren) Wesen eines Schriftstellers, welchen dubiose Personen gerne als Haustier oder Hofnarr halten würden. Er frönt dem Exzess, durchstreift Städte & Länder, spricht mit Hunden und ist verdreckt, während dem Journalisten eine Sorgfaltspflicht obliegt. Dem folgte – aus demselben Buch – ein Ausschnitt aus dem Text „Undisputed consequences / eindeutige Auswirkungen“ über die immer ewige letzte Instanz.

Ein Stammgast beim fv open mic ist mittlerweile MIKE HOFER, der, wie es der Zufall so wollte, wie schon im Oktober als (zumindest scheinbar, denn es kam schlussendlich doch ein wenig anders – dazu gleich) letzter Auftretender gezogen wurde. Sich auf seiner Gitarre begleitend, erzählte er, der er „gar nicht ein Beziehungsmodell“ ist, von einer Frau, die er kennt und die Interesse an ihm hat, ihm aber fast nur auf die Nerven geht, da sie’s immer falsch macht und ihm nie zuhört. Es folgte u.a. der Satz „Liebe kann mir auf die Nerven gehen.“

Nachdem bereits die abschließenden Worte der ModeratorInnen gesprochen waren und diese im Begriff waren, die Bühne zu verlassen, stürmte ANGYAL GYULA hinein, der soeben von einem Poetry Slam kam, bei welchem er den dritten Platz belegt hatte, und begehrte, noch auftreten zu dürfen. Das wurde ihm auch gestattet. Sein Text handelte vom Unwissen über die richtige Aussprache des Ortes Leoben (Löben?) und zitierte dieser Stadt berühmtesten Sohn Tschif: „In Löben leben Pöeten“. Wikipedia und seiner eigenen Blödheit vertraue er immer, seine Stadt wäre Szigetszentmiklós (=SSM =sodomischer Sado-Masochist). Loeben? J.Lo – eben!

So ging das dritte fv open mic im Spektakel zu Ende. Diesmal mit pünktlicherem Beginn als die letzten Male – was wir auch in Hinkunft beibehalten möchten. Die nächste diesbezügliche Hinkunft wird der 16. Dezember sein. Und auch wenn die Anmeldung am Auftrittstag vor Ort erfolgt, so gibt es bereits jetzt einige mündliche Auftrittsabsichtsbekundungen. Wir sind schon gespannt, mit welchen Darbietungen wir im Dezember beschenkt werden.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Kläffende Mikros beißen nicht...



(melamar & Andi Pianka)



Wie schon im September gastierte das farce vivendi open mic auch im Oktober wieder im Spektakel (und wird das auch die nächsten Male tun). Einige verspätete Teilnehmende und Zuschauende noch abwartend (an dieser Stelle eine allgemeine Bitte um etwas mehr Berücksichtigung der 20:00-Beginnzeit, wobei es natürlich nach wie vor möglich sein wird, später zu erscheinen, wenn wer wirklich nicht früher da sein kann), ging es nach ca. eineinhalb akademischen Vierteln endlich in medias res.
(se crowd)

(melamar)
Die zum Los-Zwecke in die Höhe geworfene slowenische 1-Euro-Münze (auf deren Rückseite sich nicht etwa ein Urgroßvater der Co-Moderatorin befand, sondern mit Primož Trubar (1508-1586) der Verfasser des ersten slowenischsprachigen Buches, womit ein passender Zusammenhang mit dem fv open mic gegeben wäre) fiel auf Zahl, somit übernahm zum zweiten Mal in Folge (Überraschungen gibt’s!) MELAMAR die Rolle der Eisbrecherin. Sie entwarf ein Manifest für eine Poesie der Befreiung, welches den Keim seiner Umsetzung bereits in sich trägt. Poetik und Poesie sind eins. Poesie ist die Musik der Poeten. Schreiben ist für alle da.

(Andi Pianka, sich auf die Suche nach einer Glücksfee machend & melamar)


(Thomas Mayer)


 Noch überraschendererweise wurde auch bei der Startnummer 1 exakt derselbe Autor gezogen wie schon im September, nämlich THOMAS MAYER. Er las wieder Texte aus seinen beiden (auch am Büchertisch aufgelegten) Gedichtbänden, diesmal drei an der Zahl. Im ersten beendete ein Zahnarzt Bastians Krieg hinter den Wangen, indem er den Übeltäter entfernt, im zweiten (Anm.: wem es gewidmet ist, bleibt an dieser Stelle auf Wunsch des Autors unerwähnt) war ein kläffender Vierbeiner die Hauptfigur und im dritten wurde die Beziehung mit Sabine zur feindseligen Routine.








(Rafael S.)

RAFAEL S., der erstmalig beim fv open mic auftrat, sang, sich dabei auf einer Gitarre begleitend: „Jaja, das Leben“. Er ging so dahin und fragte die gnädige Frau nach der Hamburgerstraße 14 (Anm.: was sich dort befindet, bleibt an dieser Stelle unerwähnt, wurde aber an einer anderen bereits verraten), wo er, nachdem er den Eingang um die Ecke gefunden hatte, sich nach ein paar Bieren fragte: Ist die Kunst Leben oder Leber? Nach der Aufforderung „Lebe lieber ungewöhnlich!“ (mit welcher das Lied ohnehin zu Ende war) revoltierte der Bühnen-Sound ein wenig. Nach einer kurzen Reparaturpause am Tonpult ging es aber schon bald...







(Georg Harlekin)

 ...mit dem fv-open-mic-Routinier und Triptychon-Spezialisten GEORG HARLEKIN weiter. Im Tanz der Worte (so hieß übrigens auch ein literarisch-musikalischer Abend, an dem G.H. einen Tag vorher auf derselben Bühne mitwirkte) rief ein Siebenschläfer „Tanzt! Tanzt! Tanzt!“. Dem folgte eine Notiz, die eine göttliche Pause nach dem irdischen Weg ankündigte. Schwarze Löcher (u.a. jenes in seinem Schuh) spielten da eine wichtige Rolle. Schließlich gab es eine Ode an die Farbe blau zu hören: Jede Wette, eure Träume sind kobaltblau, jede Wette! Und gibt es ein Leben nach blau?
(melamar & Andi Pianka)

(Stefan Peter)



STEFAN PETER versuchte sich daraufhin als Cover-Slammer (an sich möchten wir beim fv open mic eigene Texte hören, aber Ausnahmegenehmigungen sind unter besonderen Umständen durchaus möglich – der Text stammt von einem in der Ö-Slamily und im Cafe Anno nicht gänzlich unbekannten Radieschen-Züchter; mehr zu seiner Identität bleibt an dieser Stelle unerwähnt). Es ging um’s zum Himmel und drei Mal gegen den Wind stinken. „Meine Pickel drücke ich nicht aus, ich drücke mich durch meine Pickel aus“. Sein Parfum heißt Iltis und seine Hornhaut geht auf keine Kuhhaut.

(melamar & das arme Künstlerschwein)

(Wolf Morrison)


Nach einer nochmaligen kurzen kleinen Sound-Störung (es sollte aber glücklicherweise die letzte des Abends bleiben) stellte WOLF MORRISON sich und sein Keyboard auf (und das Moderationsduo den Lesetisch weg). Ein an eine Julia gerichteter Film-/Lovesong aus einem selbst gedrehten Film war das erste Lied. Dann durfte – wie schon letztes Mal im September – als Gaststar mit dem meisten Sex-Appeal wieder Doctor Mouse auf die Bühne. 



Nun war es Zeit für eine PAUSE.


(Andi Pianka)
 Nachdem das Publikum im Bar-Bereich seine letzten halben und allerletzten viertel Zigaretten ausgedämpft hatte und wieder zurückkam, kam ANDI PIANKA als zweiter Eisbrecher auf die Bühne. er versuchte, den Ersten Weltkrieg auf eine für die heutige Jugend möglichst verständliche Sprache zu erklären, nämlich als Event: Österreich-Ungarn hat die Veranstaltung erstellt. Österreich-Ungarn nimmt teil. Deutsches Reich gefällt das. Serbien nimmt teil. Russisches Reich gefällt das. Und so weiter...


(Christian Schreibmüller)

Weiter ging es mit einem wahren fv-open-mic-Urgestein, nämlich dem mutmaßlich bislang häufigsten Teilnehmer, CHRISTIAN „SCHREIBI“ SCHREIBMÜLLER, der über ein älteres Paar dichtete. Sie schimpften sich Schatzerl, Mauserl, Herzerl. Doch: Was is denn jetzt, Oida? Nie hätt i gedacht, dass der so wird. Früher Sex und Rock’n’Roll, heut hat er die Hosen voll. Nur kurz bist jung und ewig alt.




(Elffriede Haass-Ehrenfeld)
Erstmals mit dabei war hingegen ELFRIEDE HAASS-EHRENFELD, die auf’s Mikrophon verzichtete und ihren (Licht-)Text in einer schauspielerischen Performance darbrachte. Sie stellte Fragen („Wo nix is, kann da was sein?“), griff hinaus ins Universum und kam drauf: Es ist die Einsicht! Es sind die Augen! Und als sie stand, wo sie noch nie war, meinte sie: I steh, i steh und bleib. Dies war allerdings nicht als Weigerung gemeint, die Bühne zu verlassen, somit...


(Andrea)
...wurde sogleich die nächste Teilnehmerin gezogen, welche aufgrund ihres Spontanwunsches nach einem Auftritt überhaupt erst einige Minuten vorher ins Los-Sackerl gekommen war, nämlich ANDREA. Sie coverte (ebenfalls Mikro-los, mitsamt spontan ausgeborgter Gitarre) den Song „Strong“ von London Grammar: Excuse me for a while, while I’m wide eyed and so damn caught in the middle. Das sich eine Zugabe wünschende Publikum wurde von ihr auf das nächste fv open mic vertröstet. Also an alle: nächstes Mal wieder kommen...


(Angela)



...so wie ANGELA (laut Selbstbeschreibung „im Leben Proletin, im Geiste Poetin“), die im September das erste Mal dabei war und eben diesmal wieder kam, um dem Rapper Curse eine Fanpost zu schicken: Seit der Arena steh ich auf dich ganz und gar...Curse, du bist mein Lieblingsfluch, legst über Babylon dein Leinentuch! Auch Xavier Naidoo kam am Ende dieser Fanpost vor, ehe dieser ein zweiter Text folgte: Begräbnis – das ist mir zu teuer. Sterben kann ich mir nicht leisten, ich verzichte drauf! Auch zahlreiche Schmerz-Arten fanden darin Erwähnung.







(Mike)
Den Schlusspunkt dieser von den meisten Auftretenden ohne Mikro (aber gut hörbar) gestalteten zweiten Hälfte bildete MIKE. Sein erstes, englischsprachiges Lied nannte er „Chance“. We should choose! Es ging u.a. um „truths & lies“. Dem folgte ein instrumentales “Extro” (Wortschöpfung eines Zuschauers, welcher anschließend zum Thema verstimmte Gitarren auch noch den Satz des Tages “Wir san alle verstimmt!” kreierte). Die Welt is schee, die Richtung ist richtig, hieß es in einem zweiten Lied.
(der Autor dieser Zeilen, ebendiese verfassend)

Trotz einiger kleiner Sound-Pannen und eines recht späten Endes wirkte das Publikum sehr begeistert. Auf der Heimfahrt ließen sich der Autor dieser Zeilen und ein weiterer Auftretender des Abends von einem Nachtbusfahrer noch erklären, wie das mit den elektronischen Minuten-Anzeigen an Haltestellen so funktioniert. An Minuten bis zum nächsten fv open mic verbleiben jedenfalls noch ca. 40.000, wir sehen uns also am 18.November um 20:00 im Spektakel wieder (es darf aber ruhig schon ab 19:30 erschienen werden).















Mittwoch, 15. Oktober 2014

Wieder im Spektakel!

Achtung, wichtige Info: Auch diesmal (21.Oktober) sind wir, wie schon letztes Mal, nicht im Celeste, sondern zwei Häuser weiter im Spektakel (Hamburgerstraße 14)! Alles andere (Beginnzeit etc.) bleibt wie gehabt.